Programm

Die Agenda zum IoT Kongress 2017 vom 14. - 15. September 2017 in München wird nun erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt  auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des IoT Kongress 2016:

14. September 2016: Standards, Security & Quality
15. September 2016: Best Practices im Internet of Things
alle Tage

>> Programm als PDF herunterladen

Am zweiten Veranstaltungstag fand begleitend eine Fachausstellung statt.

Mittwoch, 14. September 2016

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
09:00 Uhr
IoT wird Wirklichkeit - mit Sicherheit mehr
Sie erfahren, was IoT bedeutet und wie sich IoT in den letzten Jahren entwickelt hat. Zudem beleuchten wir die Herausforderungen von IoT in der Forschung, Entwicklung und der Auswahl der richtigen Architektur für eine sichere IoT-Plattform. Wo werden IoT-Anwendungen in der Praxis effizient eingesetzt? Was macht eine sichere IoT-Lösung aus und welche weiteren technischen Hürden müssen auf dem Weg zu einer IoT-Lösung übersprungen werden? Es wurden allein im Jahr 2014 weltweit mehr als 40 Millionen Cyber-Attacken registriert. Wie steht es mit der Sicherheit der Daten, die von den Geräten am Rand des Netzes gesammelt und von den Big-Data-Diensten verarbeitet werden?
Referent: Andreas Kressibuch | Noser Engineering

Andreas Kressibuch leitet als Business Director das operative Geschäft der Gesellschaft in den Niederlassungen München und Heppenheim. Er blickt auf eine langjährige Erfahrung im Management zurück und war zuvor als Geschäftsführer oder Director bei führenden europäischen IT- und Engineering-Unternehmen in den Bereichen Automobil, Industrie und Telekommunikation oder Mobile Integration tätig.

09:45 Uhr
Relevante Sicherheitsaspekte im IoT mehr
  • Motivation und Möglichkeiten der Angreifer
  • Relevante Sicherheitsaspekte für OEMs und Provider

Der Vortrag beleuchtet das Thema IoT allgemein, Motivationen und Möglichkeiten der Angreifer, Beispiele sowie Aspekte, bei denen z.B. bei der Entwicklung von „things“ zu achten ist.
Referent: Benjamin Heyder | TÜV Rheinland i-sec GmbH

Benjamin Heyder ist seit über 7 Jahren im Bereich der IT Security tätig. Er startete seine Karriere als IT Systemadministrator und Infrastrukturverantwortlicher. In der Vergangenheit war Benjamin Heyder in Unternehmen wie der Utimaco Safeware AG sowie der Sophos Plc für den internen Betrieb der eigenen Produkte und Lösungen verantwortlich. Bei der TÜV Rheinland i-sec GmbH ist Benjamin Heyder seit Anfang 2015 im Bereich Business Development mit den Schwerpunkten Produkt- und Portfoliomanagement, Presales, Forschung und Entwicklung tätig.

10:30 Uhr
Kaffeepause
11:00 Uhr
Referenzarchitektur für die Kommunikation im IIoT mehr
Während heute  PCs und Smartphones an das Internet angebunden sind, werden es in Zukunft vor allem Sensoren, Maschinen oder Fahrzeuge sein. Das zukünftige Internet of Things wird damit einen sehr starken Einfluss auf verschiedene  Industriezweige haben. Man spricht hierbei auch vom Industrial Internet of Things (IIOT). Allerdings sind nicht alle IOT-Technologien für einen industriellen Einsatz geeignet. Zudem bilden sich bereits heute Architekturen heraus, auf denen zukünftige IIOT beruhen sollen.
Der Vortrag beschäftigt sich mit Anwendungsszenarien für IIOT und damit verbundenen Anforderungen. Zudem werden aktuelle Entwicklungen im Bereich industrieller Referenzarchitekturen (z.B. RAMI 4.0 der Industrie 4.0) und deren Abbildung auf zukünftige IIOT Infrastrukturen vorgestellt und diskutiert. Der Vortrag schließt mit Best-Practice Beispielen für die Umsetzung von IIOT am Fraunhofer ESK ab.
Referent: Dr. Mike Heidrich | Fraunhofer Institut für eingebettete Systeme und Kommunikation

Mike Heidrich ist seit 2009 Leiter des Geschäftsfeldes »Industrial Communication«. Zuvor war er seit 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK tätig. Seine Kompetenzen liegen auf den Gebieten der industriellen Kommunikation und Funkvernetzung sowie in der Softwareentwicklung und -methodik. Im Jahr 2012 beendete Dr.-Ing. Heidrich erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel „Adaptiver Fehlerschutz in drahtlosen lokalen Netzen zur optimierten Übertragung skalierbar codierter Videodaten“ an der Universität Augsburg. Vor seiner Tätigkeit bei der Fraunhofer ESK arbeitete Mike Heidrich für die Pichler Engineering GmbH in München. Dort war er als Software Entwickler sowie Projekt- und Produktmanager im Geschäftszweig SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition)- ysteme tätig. Zu seinen Zuständigkeiten gehörten die Organisation von Software Projekten für Industrieunternehmen und der Entwurf und die Entwicklung von SCADA Software Produkten.

11:45 Uhr
IoT-Use Case Predictive Maintenance mehr
  • Was sind die sogenannten „Enabling Technologies“ des Internets der Dinge?
  • Welche Bedeutung hat Predictive Analytics und welcher Nutzen ist zu erwarten?
  • Wird im Internet der Dinge nur Cloud-basiert kommuniziert oder gibt es auch andere Konzepte?
Die Erwartungshaltung an Nutzen und Möglichkeiten des Internets der Dinge hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Nun müssen die Anbieter entsprechende Lösungen liefern und die Anwender durch werthaltige Applikationen beeindrucken. Ein Fitness-Armband mit Smartphone-App, das mit einem preiswerten Beschleunigungssensor relativ ungenau die Schritte zählt, daraus bedingt nachvollziehbare Vitalwerte errechnet und von einer Cloud-Plattform aus fragwürdige Motivationsnachrichten an den Benutzer verschickt, entspricht wohl nicht der Erwartungshaltung einer breiten Käuferschicht. Ein deutlich höherwertiger IoT-Anwendernutzen entsteht allerdings durch Bewertungen und Vorhersagen mittels IT-gestützter Datenanalyse. Dafür werden über kommunikationsfähige Sensoren laufend Zustandsdaten eines Objektes digitalisiert, vorverarbeitet, gespeichert und mit Hilfe geeigneter Algorithmen analysiert. 
Referent: Klaus-Dieter Walter | SSV Software Systems

Klaus-Dieter Walter ist als CEO für die SSV Software Systems GmbH in Hannover tätig. Der Autor ist weiterhin durch zahlreiche Vorträge auf internationalen Veranstaltungen, Seminare, Workshops sowie Beiträge in Fachzeitschriften bekannt. Er hat bisher vier Fachbücher zu den Themenbereichen „Embedded Linux“, „Embedded Internet“ und „ARM-basierte Mikrocontroller“ veröffentlicht. Klaus-Dieter Walter hat Anfang 2007 aktiv zur Gründung des M2M Alliance e.V. in Aachen beigetragen und gehörte viele Jahre dem Vorstand an. Neben seiner CEO-Tätigkeit leitet Walter eine Arbeitsgruppe des Industrieforums VHPready e.V., um einen Standard für die Kommunikation in Virtuellen Kraftwerken zu schaffen und engagiert sich seit 2012 aktiv in der M2M Initiative Deutschland des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung.

12:30 Uhr
Mittagspause
13:30 Uhr
Müssen die Teststrategien im IoT neu überdacht werden? mehr
IoT stellt das Testen vor völlig neuen Herausforderungen. Das monolithische System so wie wir es bisher kennen gibt es nicht mehr. Die "Dinge" sind beliebig kombinierbar, jedes kann mit jedem kommunizieren. Das System ist beliebig erweiterbar. Einzelne Komponenten können einfach durch andere Komponenten ausgetauscht werden. Somit sind typische Teststrategien obsolet, neue Konzepte sind gefragt.
In diesem Vortrag soll gezeigt werden, welche Qualitätskriterien im Umfeld von IoT wichtiger werden. Zukünftig wird sich der Schwerpunkt mehr auf nicht-funktionale Anforderungen verlagern. Dementsprechend muss die Qualität auch in diesen Bereichen sichergestellt werden. Es werden zielgerichtete Teststrategien vorgestellt, ergänzt mit einer risikoorientierten Analyse aus dem Safety-Bereich. Speziell im Zusammenhang des Testens der "Dinge" wird der Integrationstest beleuchtet, der in diesem Kontext einen größeren Stellenwert zugerechnet werden muss.
Die Vortragsteilnehmer erhalten einen professionellen und systematischen Einstieg in die Welt des Testens im IoT-Umfeld, sodass die
Produktrisiken minimiert werden und sowohl der Endkunde als auch der Hersteller von einer hohen Qualität profitieren.
Referent: Hermann Lacheiner | Software Quality Lab

Hermann Lacheiner ist seit 20 Jahren in der IT tätigt. Als Berater kann er auf Erfahrungen in den unterschiedlichsten Projekten und Branchen z.B. in der Stahlindustrie zurückgreifen. Seine Kernthemen sind testgetriebene Softwareentwicklung, Behavior-Driven Development, Scrum und Kanban, Testautomatisierung und IoT. Er ist bei Software Quality Lab GmbH Bereichsleiter der Academy und Senior Quality Consultant. Darüber hinaus unterrichtet Hermann Lacheiner an der FH Hagenberg und ist Autor von Fachartikeln und Vortragender bei diversen Konferenzen.

14:15 Uhr
Sicherheit der Dinge – Qualitätssicherung in der Industrie 4.0 - Praxisbericht aus der Fußball - Bundesliga (Hacking im Stadion) mehr

  • Typische Fehler und Probleme durch zunehmende Digitalisierung
  • Methodiken zur Analyse und IST – Bewertung in komplexen IT – Landschaften / - Infrastrukturen
  • Erfahrungsberichte hinsichtlich: Probleme, Fehler und Maßnahmenhandling
Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung und der einhergehenden Vernetzung geraten immer mehr kritische Infrastrukturen in den Fokus krimineller Hacker. Früher waren die meisten dieser Netze von den öffentlichen Netzen / Internet strikt getrennt und von außen nicht erreichbar. Doch auch der Einzug digitaler Technologien und die damit einhergehende enge Integration externer Geschäftspartner und Kunden in die Wertschöpfungskette bergen für die Unternehmen neue Gefahren. Allerdings werden immer mehr Firmen im Rahmen des sogenannten „digitalen Darwinismus“ in eine Situation gebracht, wo sie gezwungen sind, etwaige Bedenken zu ignorieren. Im Rahmen des Vortrages werden mögliche Gefahren und Probleme anhand des Tests der Infrastruktur eines Fußballstadions und der darin eingebundenen Geräte demonstriert. Mit Hilfe von Bespielen wird das Testvorgehen von der Bestandsaufnahme bis hin zur Auswertung erläutert.
Referent: Thomas Haase | T-Systems Multimedia Solutions GmbH

Thomas Haase - Penetrationstester in den Bereichen Web-, Mobile- und Embedded Security und seit 2004 Projektfeldmanager “Data Privacy and Security” bei T-Systems Multimedia Solutions GmbH. Seine Schwerpunkte sind Infrastructure and Application Security, Penetrations Tests und Source Code Analysen. Außerdem engagiert er sich als Dozent für verschiedene Bildungseinrichtungen im Bereich Security Awareness und Hacking. Er ist zertifiziert als ISO9001 / ISO27001 Lead Auditor, Certified Ethical Hacker und TeleTrusT Information Security Professional (TISP).

15:00 Uhr
Kaffeepause
15:30 Uhr
Benchmark für den Energieverbrauch von IoT-Knoten mehr
One of the key characteristics of an IoT device is that it connects, directly or indirectly, to the Internet. That connectivity has an associated performance and energy cost - a critical design factor when it comes to optimizing battery life and responsiveness. Furthermore, many security perils accompany the development of IoT devices and networks, and implementing security features results in some amount of performance and energy cost. This presentation will describe new industry standards for measuring performance and energy consumption of microcontrollers and RF modules as they communicate with the outside world, helping designers sort out the competitive landscape of products. This presentation will also discuss the performance, energy, and memory costs associated with implementing the proper security features in IoT devices.

Referent: Stefan Schauer | ULPBench Group, EEMBC

Stefan Schauer is a member of the MSP430 Systems Team at Texas Instruments. He has a big experience in Applications targeted for the MSP430 but also a deep insight into the design itself due to his long and varied history within TI. This gives him the possibility to look into problems occurring with and around the energy consumption of microcontroller based applications from a lot of different aspects. Beside that he is chairing the EEMBC(C) ULPBench(TM) Working Group.

16:00 Uhr
Fernwartung in der Medizintechnik - Sicherheitsrisiko oder Service der Zukunft? mehr
  • IT Sicherheit ist bei Medizinprodukten eine nicht zu unterschätzende Herausforderung
  • Fernwartung öffnet Systeme für den Zugriff von außen und muss daher sorgfältig umgesetzt werden
  • Mit vergleichsweise einfachen Mitteln lässt sich bereits ein recht hohes Maß an Sicherheit erzielen
Die Wartung komplexer medizinischer Systeme ist aufgrund regelmäßiger Kontrollzyklen oft kostspielig. Einsparpotential bietet die Fernwartung, die die entfernte Diagnose des Geräts ermöglicht und dadurch eine bedarfsgerechtere, effizientere Wartung ermöglicht. Sicherheitsbedenken auf Seiten der Hersteller hindern jedoch den großflächigen Einsatz der Fernwartung. Die Anbindung an das Internet stellt ein mögliches Einfallstor für unberechtigte Zugriffe dar. Am Beispiel wird aufgezeigt, wie eine sichere Schnittstelle geschaffen wird, die Fernüberwachung, -diagnose und -wartung ermöglicht. Um dem hohen Sicherheitsbedarf gerecht zu werden und Angriffsmöglichkeiten zu verhindern, wird ein durchgängiges Security-Konzept implementiert. Der Vortrag beschreibt, wie State-of-the-Art Mechanismen in eine ganzheitliche Fernwartungslösung integriert wurden, die eine bedarfsgerechte und ressourcenschonende Diagnose und Wartung aus der Ferne ermöglicht. 
Referent: Dr. Joachim Wilke | ITK Engineering

Dr. Joachim Wilke ist als Projektleiter und Software-Architekt bei der Firma ITK Engineering AG beschäftigt. Dort arbeitet er für namhafte internationale Kunden aus der Medizintechnik in Software Engineering Projekten. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dort hat er sich im Rahmen seine Promotion in verschiedenen Forschungsprojekten mit energieeffizienter Netzwerkkommunikation cyber-physischer Systeme beschäftigt.

17:00 Uhr
Ende des Seminartages

Donnerstag, 15. September 2016

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer und Eröffnung der Ausstellung
08:55 Uhr
Begrüßung
09:00 Uhr
Ist Deutschland bereit für das IoT? Die Digitalisierung und die Folgen für die deutsche Wirtschaft mehr
"Einordnung des technischen Trends IoT in das größere Ganze"
Der EU-Kommissar, die Bundesregierung, die Analysten, die Verbände wie Bitkom, VDMA, VDA u VDE, jeder beschwört die Digitalisierung, Smart Data, Cloud und IoT. Was wird von der Politik getan? Wo steht die Wirtschaft? Was sind die Branchenunterschiede und wo steht der Mittelstand? Was ist tatsächlich zu tun, um bei den technischen Trends mitzuhalten?

Referent: Horst Westerfeld | vormals Staatssekretär und CIO, Hessen

Horst Westerfeld ist Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Bereich Wirtschaftsinformatik und arbeitet als Business Coach in verschieden Projekten zur Digitalisierung. Von 2008 bis 2014 war er Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium und CIO des Landes Hessen. In dieser Funktion war er auch Mitglied des IT-Planungsrates. Seinen Weg dorthin begann er mit dem Maschinenbau- sowie Mathematik- und Physikstudium. Beschäftigt war er bei Daimler, Control Data, Computervision und Siemens. Er war in leitenden Positionen u. a. im Marketing, Development, Sales, Service, Projektmanagement und Consulting tätig. Westerfeld ist Mitbegründer der Forschungsvereine E-Finance Lab, ISPRAT, NEGZ und House of IT sowie Herausgeber und Autor zahlreicher Veröffentlichungen u. a. zu den Themen Cloud Computing, Industrial Internet und IT im Public Sector.

09:45 Uhr
Kernkompetenzen im IoT - welche Skills sind für den Erfolg im Internet der Dinge notwendig? mehr
  • Erfolgsfaktoren für das Internet der Dinge, die über Hard- und Softwareentwicklung hinausgehen
  • Kernkompetenzen für akademische Berufe im Internet der Dinge
  • Ein curriculares Modell für einen Bachelorstudiengang "Internet der Dinge"
Das Internet der Dinge durchdringt unsere Welt tiefgreifend. Intelligente, mobile und vernetzte Geräte und Produkte werden in allen Bereichen des täglichen Lebens, vom privaten Bereich (Smart Home) über den öffentlichen Bereich (Smart City, intelligente Mobilität) bis in den industriellen Bereich (Industrie 4.0) eingesetzt. Welche Kernkompetenzen sind für akademische Berufe in diesem komplexen Umfeld wichtig? Der Beitrag bringt die Sichtweise der Software- und Hardwareentwicklung ein, die in einem  neuen und innovativen Ansatz durch die Perspektive des nutzerzentrierten Produktdesigns ergänzt wird. Der Entwickler von vernetzten eingebetteten Systemen muss auch die Aspekte der Funktionalität, des Anwendungskonzepts und der Nutzerfreundlichkeit berücksichtigen und dazu Beiträge leisten können. Begeisterung, Team-Spirit und Gründermotivation sind weitere elementare Erfolgsfaktoren.
Referent: Prof. Dr. Ing. Heinz-Peter Bürkle  | Hochschule Aalen

Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart, 1985-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für elektrische Nachrichtentechnik, 1991-1996 Entwicklungsingenieur bei Alcatel SEL in Produktentwicklung und Forschung (Forschungszentrum der Alcatel SEL Stuttgart, Bereich Internet Zugangssysteme ), 1996-2003 Ruf an die Hochschule Aalen, 2003 Prodekan Fakultät Elektronik und Informatik, 2004 - 2006 Dekan Fakultät Elektronik und Informatik, 2006 - 2010 Prorektor der Hochschule Aalen für Lehre, IT und Qualität, seit 2010

10:20 Uhr
Kaffeepause + Ausstellung
11:00 Uhr
Das "Ding" im IOT - ganz konkret mehr
  • Mobile, batteriebetriebene, smarte Embedded Systeme im IIOT
  • Wie Rapid Prototyping die Markteinführung dramatisch verkürzt
  • Überwachung und Steuerung über die Cloud als Anwendungsfall
Ob smarter Sensor im Messnetzwerk oder raues Condition-Monitoring im Bahnbereich. Nischenanwendungen wie diese erfordern als „Hirn“ Embedded-HW/SW-Plattformen in der Art eines industriellen „Smartphones“ mit robustem, skalierbarem Prozess-I/O. Neben ARM-Quad-Core, Seriellen (USB, RS485, I2C), Digital und Analog-I/O und CAN sind für die Cloud vor allem Assisted-GPS, WIFI und 3G/4G Mobilfunk interessant. Anhand einer Fallstudie mit innovativen, extrem energiesparenden Fahrzeugen von Morgen wird demonstriert, wie Daten von verschiedensten Sensoren über diverse Schnittstellen eingelesen, geloggt und auf einem Display oder lokalem Webserver visualisiert werden. Sie werden über direkte Interfaces live ausgegeben sowie mittels MQTT (Publish Subscribe Messaging Protocol) via Mobilfunknetz, WIFI oder Ethernet in eine IIOT-Plattform geschrieben und von da an jeden gewünschten Ort geliefert.
Referent: Marco Schmid | Schmid Elektronik

Marco Schmid ist Systemingenieur, CEO und CTO bei Schmid Elektronik. Seit etwa 10 Jahren beschäftigt er sich mit verschiedenen Programmiermodellen, die sich kombinieren lassen und über einen C-Generator als Echtzeitapplikation auf ein Embedded-System verteilt werden. Er hat mehrere Messnetzwerk-Projekte und auch zwei Cyber-Physical-Systems begleitet, die mit dieser Methode realisiert worden sind. Aktuell liegt sein Interesse bei IOT-Plattformen basierend auf ARM-Prozessoren, Linux und LabVIEW. Seine Schwerpunkte liegen in industriellen Anwendungen und Condition-Monitoring in der Bahntechnik.

11:30 Uhr
Die neuartige SONAL-Technologie für Verbindung von Technik- und Businessprozessen mehr
Die neuartige SONAL-Technologie sorgt für die Verbindung von Technik- und Businessprozessen sowie für die flexible Variantensteuerung bis hin zur Einlosgrössenfertigung und bietet auf der kiwiw-Plattform eine RAMI 4.0 kompatible Software bzw. Servicearchitektur für alle Belange von I4.0, IoT sowie für die Digitalisierung
Referent: Christof Langer | kiwiw Systems GmbH

Der passionierte Surfer, Skiläufer und Mountainbiker ist Dipl. Ing. im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik/Ingenieur-Planungs-Technik und seit 1998 im IT-Bereich (Software-Entwicklung, Beratung, QM-Sicherung) tätig. Er entwickelte 2008-2009 die SONAL® Ablaufsteuerung für Prozess-Szenarien mit EU/USA-weiter Patentanmeldung und gründete 2013 die kiwiw Systems GmbH. Seine Expertise liegt in der Gestaltung und Ausführung ganzheitlicher, agiler Geschäftsprozesse, insbesondere in dynamischen I4.0 und IoT Szenarien.

12:00 Uhr
IoT SECURITY-Check: Wie Sie Bedrohungen rechtzeitig erkennen mehr
Das lernen die Teilnehmer:
  • Angriffsszenarien
  • Bedrohungsanalyse
  • Gegenmaßnahmen

Die zunehmende Vernetzung von Kleinstgeräten birgt nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren.
Der Vortrag zeigt auf, wie diese Gefahren durch eine Bedrohungsanalyse identifiiziert werden können und wie diese typischerweise durchgeführt wird.

Häufige Angriffszenarien und typische Gegenmaßnahmen werden anhand einer typischen IoT-Systemarchitektur aufgezeigt.

Referent: Michael Schnelle | Mixed Mode

Michael Schnelle besitzt einen Abschluss als Master in Software-Engineering. Mittlerweile verfügt er über mehrere Jahre Entwicklungserfahrung mit den Schwerpunkten (Web-)Applikationsentwicklung und „Security“ in unterschiedlichen Schattierungen. Unter anderem führte er dabei Risikoanalysen durch, entwickelte Lösungen zur Abwehr schadhafter Anfragen auf eine Socialmedia-Plattform, für ein hochsicheres Signalisierungssystems für Notrufeinheiten, sowie zur Generierung einer sicheren Linux/ Debian-Distribution. Er ist aktiver „Expert Sessions“ Referent und präsentierte bereits mehrfach an der Hochschule und im Rahmen von Förderungsprojekten.

Referent: Peter Siwon | MicroConsult

Dipl. Ing. Peter Siwon ist Business Development Manager bei MicroConsult, der Schulungsspezialist für embedded Systeme, und hat die Embedded Welt in über 25 Jahren aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. In dieser Rolle und auch als Programmverantwortlicher des Embedded Software Engineering Kongresses beobachtet er seit Jahren die IoT-Szene sehr genau. Seine Beiträge zu Fachkongressen werden regelmäßig mit Bestnoten bewertet. Außerdem ist er als Lehrbeauftragter für verschiedene Hochschulen und als Buch- und Kolumnenautor aktiv.

12:30 Uhr
Mittagspause + Ausstellung
13:40 Uhr
IoT beginnt bereits in der Maschine! mehr
Im Fokus stehen zuerst die Kommunikationsstrategien, die sich hinter dem Begriff IoT verbergen und der Unterschied zu den klassischen Methoden der SPS Technologie. Anhand von Beispielen wird dann gezeigt, wie sich diese  Ansätze sinnvoll ergänzen und welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Im letzten Teil des Vortrags werden die notwendigen Maßnahmen für eine IoT fähige Maschinensteuerung gezeigt und die Möglichkeiten die sich aus der Nutzung von Cloud Diensten ergeben.
Referent: Robert Schachner | RST Automation

Dipl.-Ing. Robert Schachner bewegt sich im Embedded-Markt seit 1985. Schon von Beginn an beschäftigt er sich mit der Abstraktion von Embedded-Systemen durch Datenmodelle. Bis heute konnte er mit seinem Team die Effektivität von Datenmodellen in mehr als 250 verschiedenen Projekten nachweisen. Herr Schachner ist Geschäftsführer der RST Industrie Automation GmbH und technischer Vorstand von Embedded4You. Ehrenamtlich arbeitet er im Ausschuss der VDI/VDE GMA2657 Middleware in der Automatisierung.

14:20 Uhr
Das industrielle IoT - eine Testbed-Perspektive mehr
  • Innovation through the creation of new industry testbeds for real-world applications
  • International cooperation as the base for technology and interoperability
  • Regional activities of the IIC from the perspective of the German Country Team
The Industrial Internet Consortium (IIC) is the open membership, international not-for-profit consortium that is setting the architectural framework and direction for the Industrial Internet. Founded by AT&T, Cisco, GE, IBM and Intel in March 2014, the consortium’s mission is to coordinate vast ecosystem initiatives to connect and integrate objects with people, processes and data using common architectures, interoperability and open standards. In order to sustainably test and implement new technologies and applications as well as new products, new services and new processes within the industrial internet, one major focus of the IIC aree tesbeds. Since the end of 2015 also the first regional IIC team, the IIC German Country Team was established, which is focussing on the unique needs of the German members and German SMEs.
Referent: Prof. Heiner Lasi | Steinbeis-Transferzentrum Industrie und IIC German Country Team

Professor Heiner Lasi leitet das Ferdinand-Steinbeis-Institut in Stuttgart und ist Vorsitzender des Management Boards des STCII, welches das deutsche Länderteam des Industrial Internet Consortium (IIC) beheimatet.

14:50 Uhr
Mensch-Maschine-Schnittstellen für das industrielle IoT mehr
Das ‘‘Internet der Dinge‘‘ wird in den nächsten Jahren unsere Lebens- und Arbeitswelten vollständig durchdringen und durch disruptive Innovationen gravierende Veränderungen bewirken. Die Sensoren, Geräte und Maschinen werden durch die IoT-bedingte Vernetzung zu dauerhaft kommunizierenden intelligenten Datenobjekten. Eine durch den permanenten Datenaustausch einsetzende "Smartifizierung" wird dabei unser Leben verändern.
Durch ein "Industrial Internet of Things" oder auch "Industrie 4.0" werden sich die Wertschöpfungsund Geschäftsprozesse in revolutionärer Weise verändern und völlig neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen. Die damit einhergehende Datenflut aus unzähligen vernetzten Objekten wird mit Hilfe noch zu entwickelnder Big-Data-Analysen in wertvolle Informationen umgewandelt, aus denen sich Ereignisse und Verhaltensweisen mit größtmöglicher Präzision vorhersagen lassen.
Bevor es aber soweit ist, müssen alle Beteiligten gemeinsam die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der durchgängigen Vernetzung aller Objekte bewerkstelligen, die sich im ‘‘Internet der Dinge‘‘ vernetzen lassen. Die Vielschichtigkeit des Themas wirft viele Fragen auf. Welche technischen Anforderungen müssen die "Dinge" im ‘‘Internet der Dinge“ erfüllen? Wie lässt sich die IoT-Vernetzung erreichen und welche Funktionen beziehungsweise Komponenten werden dafür benötigt? Wie sieht das Zusammenspiel aller Komponenten aus? Mit JMobile, als eine moderne und innovative Softwarelösung, lassen sich beliebige Applikationen einfach, intuitiv und professionell für
das XMART IoT HMI erstellen. Node-RED ist bereits in JMobile integriert. Somit lassen sich einfach Nodes und Flows erstellen.
XMART steht in 5“, 7“ und 10,1“ zur Verfügung und ist gleichzeitig Steuerung, HMI und IoT-Device, welches über neueste Technologien und eine Vielzahl von Schnittstellen und Sensoren verfügt (Siehe ergänzende Informationen).
Für einen modularen Maschinenbau ist es wichtig alle Engineering-Werkzeuge miteinander zu verbinden. Hierzu setzt Exor auf <AutomationML/>, um die Interkommunikation zwischen den Werkzeugen zu gewährleisten. Zu den häufig genannten Tools zählen Elektro-Konstruktion, Mechanik-Konstruktion, Simulation, Visualisierung, SPS, etc.
Weiterhin ist es notwendig, ein leistungsfähiges und standardisiertes Kommunikationsnetzwerk einzusetzen. Etwa das sogenannte „deterministic ethernet“ für die Industrie mit entsprechenden Switches um IoT-taugliche Verzögerungs- und garantierte Antwortzeiten zu erreichen. Exor hat zu diesem Zweck die Implementierung des Standards IEEE 802.1 TSN (TSN steht für time sensitive network) als einer der ersten Anbieter vorgenommen. Zur Kommunikation wird auf den OPC UA Standard gesetzt.
Ergänzende Informationen:
Das XMART IoT Web-Based HMI zeichnet sich durch seine robuste und schlanke Bauform mit einer Schutzklasse von IP69K aus. Mit der patentierten Befestigung, über eine Standard 22mm Bohrung, lässt sich das nur 15mm dicke Display einfach an jeder beliebigen Stelle einer Maschine oder Anlage montieren.
Ebenso ist eine VESA-Befestigung an einem Tragarm möglich. Über den PCAP Multitouch ist das leuchtstarke Display einfach zu bedienen und ist aufgrund seiner erweiterten Umweltbedingungen auch im Außenbereich einsetzbar.
Das Gerät wird über Power over Ethernet mit Spannung versorgt. Über ein optionales Splitterkabel kann das ultradünne Display an das Netzwerk und die Versorgungsspannung angeschlossen werden.
Neueste Software-Technologien wie yocto, node js und HTML5 kommen bei diesem Gerät zum Einsatz. Als OS wird im ersten Schritt Linux RT und Android unterstützt. JMobile (JM4web) als Ausprägung für WEB-basierte Applikationen sowie Chrome stehen ebenso zur Verfügung. Die Integration von Node-RED in die JMobile Entwicklungsumgebung ermöglicht das einfache Knotenprogrammieren.
Basierend auf dem bewährten microSOM mit leistungsfähigem IMX6 DualLite 1.0GHz (optional IMX6 Quad 1.2GHz) Prozessor lassen sich beliebige Applikationen realisieren. Mit CODESYS als IEC 61131-3 SPS steht eine Plattform zur Verfügung, die keine Wünsche offen lässt.
Hinzu kommt eine Vielzahl von Busprotokollen (Profinet, Ethercat, EthernetIP, OPC UA). Neben den schon oben erwähnten Themen sticht im Wesentlichen die Vielzahl von Sensoren und die Anzahl der Schnittstellen hervor. Diese Sensoren geben einen umfangreichen Aufschluss über den Ort, den Umgebungsbedingungen der Maschine oder Anlage und lassen eine aktive Interaktion
zu.
Folgend zunächst aufgelistet:
  • Kapazitiver Glas Touch mit Multifinger Handschuhbedienung
  • RGB Color Emotion LED
  • Kamera Sensor (Identifikation, Fotos und Videos aufnehmen, Telefonie, ...)
  • Lichtintensitäts-Sensor (erkennen der Lichtstärke in der Umgebung)
  • Abstandssensor (hierdurch kann erkannt werden ob ein Bediener vor dem Display steht)
  • Drucksensor
  • Höhensensor
  • Temperatursensor
  • Luftfeuchtigkeitssensor
  • Vibrationssensor
  • Beschleunigungssensor
  • Neigungssensor
  • GPRS Anbindung
Weiterhin stehen Funkschnittstellen wie WiFi, NFC und Bluetooth für die Kommunikation zur Verfügung.
Referent: Olaf Prein | Exor GmbH

Olaf Prein studierte Elektrotechnik an der Fachhochschule Wilhelmshaven. Im Anschluss war er vier Jahre bei der Firma Zinser Textilmaschinen für die Hard- und Software-Entwicklung verantwortlich. 1992 wechselte er zu Phoenix Contact als Pionier des Interbus-Systems in das Produktmarketing und übernahm anschließend die Leitung des Systemvertriebs. 2014 wechselte Olaf Prein zur Firma Weidmüller und war dort als Global Segment Manager Wind tätig. Heute arbeitet er als Geschäftsführer bei der Firma Exor Deutschland GmbH und gestaltet maßgeblich das Thema IoT und Industrie 4.0.

15:20 Uhr
Kaffeepause + Ausstellung
16:00 Uhr
Entwicklung vernetzter serviceorientierter Maschinensteuerungen mit OPC UA und IEC 61499 mehr
  • Überblick von IEC 61499 und OPC UA
  • Modellierung des Kommunikationsbedarfs von Industriesteuerungen
  • Anwendung von OPC UA und IEC 61499 mit Open Source Projekt 4diac

Die Prozesskommunikation hat in der Industrie 4.0 bei der Vernetzung von Geräten zueinander oder mit überlagerten Systemen, eine zentrale Bedeutung. Mit dem Kommunikationsstandard OPC UA wurde eine Technologie definiert die diese Anforderungen erfüllen.

Im Rahmen dieses Vortrags wird gezeigt wie sich die Kommunikationsschnittstelle von Steuerungen in IEC 61499 modellieren lassen. Durch den Einsatz von IEC 61499 ist es möglich Kommunikationsnachrichten synchron im Steuerungsprogramm zu verarbeiten. Dadurch entfällt eine aufwändige separate Kommunikationskonfiguration. Der Aufwand für die Integration von Industrie 4.0 Kommunikation in Steuerungen wird dadurch maßgeblich reduziert.

Im Rahmen des OpenSource Eclipse-IoT Projektes 4diac wird eine Referenzimplementierung für Industrie 4.0 Kommunikationsmechanismen für eigene Experimente und Anwendungen bereitgestellt.

Referent: Alois Zoitl | fortiss.org

Alois Zoitl promovierte an der Technischen Universität Wien zum Thema dynamische Rekonfiguration von Echtzeit-beschränkten Steuerungsanwendungen. Zurzeit ist er Leiter des Forschungsbereichs Industrieautomatisierung am Forschungsinstitut fortiss in München. Davor war er Leiter des Forschungsfelds für verteilte intelligente Automatisierungssysteme (Odo Struger Labor) am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der Technischen Universität Wien. Die Forschungsarbeiten von Alois Zoitl befassen sich mit der Erhöhung von Flexibilität und Adaptivität sowie der Reduktion des Entwicklungsaufwands von Produktionsanlagen unter Anwendung der IEC 61499. Er lehrt und berät Firmen seit mehr als zehn Jahren und hat 2 Bücher zu dieser Thematik verfasst. Des Weiteren ist er Mitautor von mehr als 100 Artikeln und Miterfinder von 4 Patenten. Dr. Zoitl ist Gründungsmitglied der Open-Source-Projekte 4DIAC und OpENer. Zusätzlich ist er in der Standardisierung bei der IEC SC65B/WG15 als Leiter der Arbeitsgruppe für IEC 61499, sowie in der GMA tätig.

16:30 Uhr
Ohne Lizenzen geht der Umsatz in die Knie - Softwaremonetarisierung wird ein wesentlicher Umsatzträger für IoT-Geräte, Maschinen und Anlagen mehr
IoT-basierte Applikationen rein technisch umzusetzen, stellt schon eine enorme, zum Teil höchst komplexe, Aufgabe dar und die Sicherheit zu gewährleisten ist eine der größten Herausforderungen in diesem Bereich. Besonders wichtig ist aber auch das Thema, wie mit den neuen IoT-Applikationen neue Umsätze generiert werden können. Teile des Umsatzpotenzials erschließen sich aus Big Data Analytics und Management, sowie daraus abgeleiteten Services. Dafür entwickelt man viele der neuen IoT-Apps. Der weitaus größere Teil des zukünftigen Umsatzes somit zukünftig durch Lizenzen generiert. Da Software die Funktionen und Nutzungsweisen der Devices definiert, lässt sich durch eine konsequente Softwaremonetarisierung sogar kontinuierlich 20% mehr Umsatz generieren. Unternehmen sichern sich neue Kunden und Umsätze, indem sie ihre Geschäftsmodelle für Geräte oder Software, die bisher gekauft oder geleast wurden, an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anpassen: Zum Beispiel Bezahlung per Laufzeit-Abonnement, pro Nutzung oder je nach Featureset. Und ganz nebenbei kann man aus den Nutzungsdaten auch die Features kundenorientierter weiterentwickeln. Solche Lösungen softwareseitig flexibel zu integrieren und zudem die Lizenzen im täglichen Betrieb zu managen ist keine triviale Aufgabe und gehört nicht zu den Kernkompetenzen der OEMs. Der Einsatz professioneller Lizenzmanagementlösungen schafft hier schnelle, effiziente und nachhaltige Lösungen, damit sich OEM auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Das hat aber nicht nur Auswirkungen auf den Engineeringprozess. Insbesondere im täglichen Betrieb können professionelle Lösungen die Backoffice-Prozesse optimieren, sodass sowohl Vertriebs- als auch administrative Ressourcen optimal eingesetzt und Kosten gesenkt werden können. Ganz nebenbei bieten solche Lösungen oft auch nachhaltigen Schutz der wertvollen IP vor Missbrauch und Diebstahl und sind damit ein wesentlicher Befähiger, wichtige Sicherheitsfragen zu beantworten. 
Referent: Michael Gaudlitz | Gemalto

Michael Gaudlitz ist seit Oktober 2015 als Regional Sales Manager für West Europa tätig. Er ist auf den Embedded und IoT Markt fokussiert, um hier Software Monetarisierungslösungen zu etablieren, mit denen sich neue Geschäftsmodelle realisieren lassen. Michael Gaudlitz arbeitet seit 20 Jahren in der Embedded Industrie, in technischen Bereichen und im Vertrieb.

17:00 Uhr
IoT, Industrie 4.0 und Business Intelligence in der Praxis mehr
IoT oder auch Industrie 4.0 – das klingt im ersten Moment nach Datenflut. Das Nutzenpotenzial dieser Informationen ist hoch, wenn sie zentral zusammengeführt und analysiert werden. Doch die Auswertung ist auch nicht einfach – viel wird verlangt, wenn man Daten aus so vielen Systemen und in so vielen Formaten auswerten will. Viele Unternehmen setzen dabei auf BI-Lösungen. Sie versprechen viel – doch können sie es auch halten?
Die meisten Hürden tauchen erst während der Implementierung auf – fehlende Interoperabilität eines Systems, Mängel in der Anbindung anderer Systeme oder ganz einfach schlechte Signalverfügbarkeit. Gelöst werden kann so etwas nur im engen Zusammenspiel von Kunden, BI-Hersteller und dem Berater vor Ort.
  • Problem Integration: riesige Datenvolumina müssen in komplexen Datenmodellen mit Bezug zu den Geschäftsprozessen ausgewertet werden. Hier scheitern Modellierungen mit vordefinierten Strukturen und assoziative Lösungen kommen zum Zug. Es geht darum, Daten zu verbinden und diese assoziativen Verbindungen in-memory zu speichern, damit Analysen schnell adhoc erstellt werden können. Logischerweise muss dann auch noch die Darstellungsform passen.
  • Problem Echtzeit: Industrie 4.0 und IoT leben von schneller Reaktionsfähigkeit. Und das heißt Datenauswertung in Echtzeit für einen schnellen Einblick in den Status quo und sofortige Alerts bei Grenzwertüberschreitungen. Letztlich heißt das auch, dass im BI-System Messwerte geprüft, Zusammenhänge analysiert und Entscheidungsbäume hinterlegt werden müssen.
  • Problem Mobilität: Natürlich will man die Auswertungen gleich vor Ort sehen. Hier braucht es der Situation angepasste Lösungen – wie RFID Chips oder iBeacons.

Referent: Jens Siebertz | Inform BI

Jens Siebertz, Head of INFORM BI, ist Experte für die Auswertung von Daten im Zusammenhang mit IoT und Industrie 4.0. Als Expertise Partner des BI-Anbieters Qlik ist INFORM für die Entwicklung und Umsetzung von Business Intelligence-Konzepten verantwortlich. Siebertz ist als Betriebswirtschaftler und Diplomkaufmann seit 2003 in verschiedenen Positionen bei dem Softwarehersteller INFORM GmbH tätig – immer aber mit Spezialisierung auf Business Intelligence, so dass er die Herausforderungen von Unternehmen aus erster Hand kennt. Zuvor war Siebertz Berater bei T-Systems.

17:40 Uhr
Ende der Vorträge und Ausstellung

Aussteller 2016