Programm

Das Vortragsprogramm zum IOT-Kongress 2016 am 14. und 15. September 2016 steht nun zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass gegebenenfalls noch kleine Änderungen vorgenommen werden könnten.

14. September 2016: Seminartag
15. September 2016: Kongresstag mit begleitender Fachausstellung

Mittwoch, 14. September 2016

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
09:00 Uhr
IoT wird Wirklichkeit - mit Sicherheit mehr
Sie erfahren, was IoT bedeutet und wie sich IoT in den letzten Jahren entwickelt hat. Zudem beleuchten wir die Herausforderungen von IoT in der Forschung, Entwicklung und der Auswahl der richtigen Architektur für eine sichere IoT-Plattform. Wo werden IoT-Anwendungen in der Praxis effizient eingesetzt? Was macht eine sichere IoT-Lösung aus und welche weiteren technischen Hürden müssen auf dem Weg zu einer IoT-Lösung übersprungen werden? Es wurden allein im Jahr 2014 weltweit mehr als 40 Millionen Cyber-Attacken registriert. Wie steht es mit der Sicherheit der Daten, die von den Geräten am Rand des Netzes gesammelt und von den Big-Data-Diensten verarbeitet werden?
Referent: Andreas Kressibuch | Noser Engineering

Andreas Kressibuch leitet als Business Director das operative Geschäft der Gesellschaft in den Niederlassungen München und Heppenheim. Er blickt auf eine langjährige Erfahrung im Management zurück und war zuvor als Geschäftsführer oder Director bei führenden europäischen IT- und Engineering-Unternehmen in den Bereichen Automobil, Industrie und Telekommunikation oder Mobile Solutions tätig.

09:45 Uhr
Sicherheit der Dinge – Qualitätssicherung in der Industrie 4.0 - - - Praxisbericht aus der Fußball - Bundesliga (Hacking im Stadion) mehr
Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung und der einhergehenden Vernetzung geraten immer mehr kritische Infrastrukturen in den Fokus krimineller Hacker. Früher waren die meisten dieser Netze von den öffentlichen Netzen / Internet strikt getrennt und von außen nicht erreichbar. Doch auch der Einzug digitaler Technologien und die damit einhergehende enge Integration externer Geschäftspartner und Kunden in die Wertschöpfungskette bergen für die Unternehmen neue Gefahren. Allerdings werden immer mehr Firmen im Rahmen des sogenannten „digitalen Darwinismus“ in eine Situation gebracht, wo sie gezwungen sind, etwaige Bedenken zu ignorieren. Im Rahmen des Vortrages werden mögliche Gefahren und Probleme anhand des Tests der Infrastruktur eines Fußballstadions und der darin eingebundenen Geräte demonstriert. Mit Hilfe von Bespielen wird das Testvorgehen von der Bestandsaufnahme bis hin zur Auswertung erläutert.
Referent: Thomas Haase | T-Systems Multimedia Solutions GmbH

Thomas Haase - Penetrationstester in den Bereichen Web-, Mobile- und Embedded Security und seit 2004 Projektfeldmanager “Data Privacy and Security” bei T-Systems Multimedia Solutions GmbH. Seine Schwerpunkte sind Infrastructure and Application Security, Penetrations Tests und Source Code Analysen. Außerdem engagiert er sich als Dozent für verschiedene Bildungseinrichtungen im Bereich Security Awareness und Hacking. Er ist zertifiziert als ISO9001 / ISO27001 Lead Auditor, Certified Ethical Hacker und TeleTrusT Information Security Professional (TISP).

10:30 Uhr
Kaffeepause
11:00 Uhr
IoT-Use Case Predictive Maintenance mehr
Die Erwartungshaltung an Nutzen und Möglichkeiten des Internets der Dinge hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Nun müssen die Anbieter entsprechende Lösungen liefern und die Anwender durch werthaltige Applikationen beeindrucken. Ein Fitness-Armband mit Smartphone-App, das mit einem preiswerten Beschleunigungssensor relativ ungenau die Schritte zählt, daraus bedingt nachvollziehbare Vitalwerte errechnet und von einer Cloud-Plattform aus fragwürdige Motivationsnachrichten an den Benutzer verschickt, entspricht wohl nicht der Erwartungshaltung einer breiten Käuferschicht. Ein deutlich höherwertiger IoT-Anwendernutzen entsteht allerdings durch Bewertungen und Vorhersagen mittels IT-gestützter Datenanalyse. Dafür werden über kommunikationsfähige Sensoren laufend Zustandsdaten eines Objektes digitalisiert, vorverarbeitet, gespeichert und mit Hilfe geeigneter Algorithmen analysiert. 
Referent: Klaus-Dieter Walter | SSV Software Systems

Klaus-Dieter Walter ist als CEO für die SSV Software Systems GmbH in Hannover tätig. Der Autor ist weiterhin durch zahlreiche Vorträge auf internationalen Veranstaltungen, Seminare, Workshops sowie Beiträge in Fachzeitschriften bekannt. Er hat bisher vier Fachbücher zu den Themenbereichen „Embedded Linux“, „Embedded Internet“ und „ARM-basierte Mikrocontroller“ veröffentlicht. Klaus-Dieter Walter hat Anfang 2007 aktiv zur Gründung des M2M Alliance e.V. in Aachen beigetragen und gehörte viele Jahre dem Vorstand an. Neben seiner CEO-Tätigkeit leitet Walter eine Arbeitsgruppe des Industrieforums VHPready e.V., um einen Standard für die Kommunikation in Virtuellen Kraftwerken zu schaffen und engagiert sich seit 2012 aktiv in der M2M Initiative Deutschland des Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung.

12:30 Uhr
Mittagspause
13:30 Uhr
Müssen die Teststrategien im IoT neu überdacht werden? mehr
IoT stellt das Testen vor völlig neuen Herausforderungen. Das monolithische System so wie wir es bisher kennen gibt es nicht mehr. Die "Dinge" sind beliebig kombinierbar, jedes kann mit jedem kommunizieren. Das System ist beliebig erweiterbar. Einzelne Komponenten können einfach durch andere Komponenten ausgetauscht werden. Somit sind typische Teststrategien obsolet, neue Konzepte sind gefragt.
In diesem Vortrag soll gezeigt werden, welche Qualitätskriterien im Umfeld von IoT wichtiger werden. Zukünftig wird sich der Schwerpunkt mehr auf nicht-funktionale Anforderungen verlagern. Dementsprechend muss die Qualität auch in diesen Bereichen sichergestellt werden. Es werden zielgerichtete Teststrategien vorgestellt, ergänzt mit einer risikoorientierten Analyse aus dem Safety-Bereich. Speziell im Zusammenhang des Testens der "Dinge" wird der Integrationstest beleuchtet, der in diesem Kontext einen größeren Stellenwert zugerechnet werden muss.
Die Vortragsteilnehmer erhalten einen professionellen und systematischen Einstieg in die Welt des Testens im IoT-Umfeld, sodass die
Produktrisiken minimiert werden und sowohl der Endkunde als auch der Hersteller von einer hohen Qualität profitieren.
Referent: Hermann Lacheiner | Software Quality Lab

Hermann Lacheiner ist seit 20 Jahren in der IT tätigt. Als Berater kann er auf Erfahrungen in den unterschiedlichsten Projekten und Branchen z.B. in der Stahlindustrie zurückgreifen. Seine Kernthemen sind testgetriebene Softwareentwicklung, Behavior-Driven Development, Scrum und Kanban, Testautomatisierung und IoT. Er ist bei Software Quality Lab GmbH Bereichsleiter der Academy und Senior Quality Consultant. Darüber hinaus unterrichtet Hermann Lacheiner an der FH Hagenberg und ist Autor von Fachartikeln und Vortragender bei diversen Konferenzen.

15:00 Uhr
Kaffeepause
15:30 Uhr
Fernwartung in der Medizintechnik - Sicherheitsrisiko oder Service der Zukunft? mehr
Die Wartung komplexer medizinischer Systeme ist aufgrund regelmäßiger Kontrollzyklen oft kostspielig. Einsparpotential bietet die Fernwartung, die die entfernte Diagnose des Geräts ermöglicht und dadurch eine bedarfsgerechtere, effizientere Wartung ermöglicht. Sicherheitsbedenken auf Seiten der Hersteller hindern jedoch den großflächigen Einsatz der Fernwartung. Die Anbindung an das Internet stellt ein mögliches Einfallstor für unberechtigte Zugriffe dar. Am Beispiel wird aufgezeigt, wie eine sichere Schnittstelle geschaffen wird, die Fernüberwachung, -diagnose und -wartung ermöglicht. Um dem hohen Sicherheitsbedarf gerecht zu werden und Angriffsmöglichkeiten zu verhindern, wird ein durchgängiges Security-Konzept implementiert. Der Vortrag beschreibt, wie State-of-the-Art Mechanismen in eine ganzheitliche Fernwartungslösung integriert wurden, die eine bedarfsgerechte und ressourcenschonende Diagnose und Wartung aus der Ferne ermöglicht. 
Referent: Dr. Joachim Wilke | ITK Engineering

Dr. Joachim Wilke ist als Projektleiter und Software-Architekt bei der Firma ITK Engineering AG beschäftigt. Dort arbeitet er für namhafte internationale Kunden aus der Medizintechnik in Software Engineering Projekten. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dort hat er sich im Rahmen seine Promotion in verschiedenen Forschungsprojekten mit energieeffizienter Netzwerkkommunikation cyber-physischer Systeme beschäftigt.

16:30 Uhr
Ende des Seminartages

Donnerstag, 15. September 2016

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer und Eröffnung der Ausstellung
08:55 Uhr
Begrüßung
09:00 Uhr
Ist Deutschland bereit für das IoT? Die Digitalisierung und die Folgen für die deutsche Wirtschaft mehr
"Einordnung des technischen Trends IoT in das größere Ganze"
Der EU-Kommissar, die Bundesregierung, die Analysten, die Verbände wie Bitkom, VDMA, VDA u VDE, jeder beschwört die Digitalisierung, Smart Data, Cloud und IoT. Was wird von der Politik getan? Wo steht die Wirtschaft? Was sind die Branchenunterschiede und wo steht der Mittelstand? Was ist tatsächlich zu tun, um bei den technischen Trends mitzuhalten?

Referent: Horst Westerfeld | vormals Staatssekretär und CIO, Hessen

Horst Westerfeld ist Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Bereich Wirtschaftsinformatik und arbeitet als Business Coach in verschieden Projekten zur Digitalisierung. Von 2008 bis 2014 war er Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium und CIO des Landes Hessen. In dieser Funktion war er auch Mitglied des IT-Planungsrates. Seinen Weg dorthin begann er mit dem Maschinenbau- sowie Mathematik- und Physikstudium. Beschäftigt war er bei Daimler, Control Data, Computervision und Siemens. Er war in leitenden Positionen u. a. im Marketing, Development, Sales, Service, Projektmanagement und Consulting tätig. Westerfeld ist Mitbegründer der Forschungsvereine E-Finance Lab, ISPRAT, NEGZ und House of IT sowie Herausgeber und Autor zahlreicher Veröffentlichungen u. a. zu den Themen Cloud Computing, Industrial Internet und IT im Public Sector.

09:40 Uhr
Kernkompetenzen im IoT - welche Skills sind für den Erfolg im Internet der Dinge notwendig? mehr
Das Internet der Dinge durchdringt unsere Welt tiefgreifend. Intelligente, mobile und vernetzte Geräte und Produkte werden in allen Bereichen des täglichen Lebens, vom privaten Bereich (Smart Home) über den öffentlichen Bereich (Smart City, intelligente Mobilität) bis in den industriellen Bereich (Industrie 4.0) eingesetzt. Welche Kernkompetenzen sind für akademische Berufe in diesem komplexen Umfeld wichtig? Der Beitrag bringt die Sichtweise der Software- und Hardwareentwicklung ein, die in einem  neuen und innovativen Ansatz durch die Perspektive des nutzerzentrierten Produktdesigns ergänzt wird. Der Entwickler von vernetzten eingebetteten Systemen muss auch die Aspekte der Funktionalität, des Anwendungskonzepts und der Nutzerfreundlichkeit berücksichtigen und dazu Beiträge leisten können. Begeisterung, Team-Spirit und Gründermotivation sind weitere elementare Erfolgsfaktoren.
Referent: Prof. Dr. Ing. Heinz-Peter Bürkle  | Hochschule Aalen

Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart, 1985-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für elektrische Nachrichtentechnik, 1991-1996 Entwicklungsingenieur bei Alcatel SEL in Produktentwicklung und Forschung (Forschungszentrum der Alcatel SEL Stuttgart, Bereich Internet Zugangssysteme ), 1996-2003 Ruf an die Hochschule Aalen, 2003 Prodekan Fakultät Elektronik und Informatik, 2004 - 2006 Dekan Fakultät Elektronik und Informatik, 2006 - 2010 Prorektor der Hochschule Aalen für Lehre, IT und Qualität, seit 2010

10:20 Uhr
Kaffeepause + Ausstellung
11:00 Uhr
Cyber Physical Systems in der Praxis mehr
Shell organisiert mehrmals im Jahr den sogenannten „Shell Eco Marathon“ (SEM) und setzt sich damit für energiesparenden Transport ein. Wer mit einer definierten Menge an Kraftstoff die meisten Kilometer schafft, gewinnt. Teams aus der ganzen Welt nehmen teil und treten mit futuristisch durchgestylten Concept-Cars an. Zusammen mit dem Kraftstoffverbrauch werden weitere Betriebsdaten der Fahrzeuge und Biodaten des Fahrers (Puls) erfasst, mit exakter GPS Position (normales GPS und „assisted GPS“ über 3G/4G) kombiniert und per WIFI oder Mobilfunk live in ein lokales Mesh-Network von HPE(Hewlett-Packard-Enterprises) übertragen. Dann werden die Daten in eine Cloud gestreamt, dort in Echtzeit verarbeitet, zurücktransferiert, lokal am Eventauf einer gigantischen Kinoleinwand präsentiert und jedem Teilnehmer live mobil per Tablett oder Smartphone zur Verfügung gestellt. Speziell das technische Team von Shell erhält eine Art Admin Rechte für jedes Fahrzeug. Sobald bestimmte Parameter ihre Grenzwerte übersteigen, kann die Energiezufuhr live unterbrochen werden. Shell geht es aber nicht nur um den Eco-Marathon. Hier wird Technologie getestet, die in späteren Industrieprojekten zum Einsatzkommen wird.
Referent: Marco Schmid | Schmid Elektronik

Marco Schmid ist Systemingenieur, CEO und CTO bei Schmid Elektronik. Seit etwa 10 Jahren beschäftigt er sich mit verschiedenen Programmiermodellen, die sich kombinieren lassen und über einen C-Generator als Echtzeitapplikation auf ein Embedded-System verteilt werden. Er hat mehrere Messnetzwerk-Projekte und auch zwei Cyber-Physical-Systems begleitet, die mit dieser Methode realisiert worden sind. Aktuell liegt sein Interesse bei IOT-Plattformen basierend auf ARM-Prozessoren, Linux und LabVIEW. Seine Schwerpunkte liegen in industriellen Anwendungen und Condition-Monitoring in der Bahntechnik.

11:40 Uhr
IoT SECURITY-Check: Wie Sie Bedrohungen rechtzeitig erkennen mehr
Die zunehmende Vernetzung von Kleinstgeräten birgt nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren.
Der Vortrag zeigt auf, wie diese Gefahren durch eine Bedrohungsanalyse identifiiziert werden können und wie diese typischerweise durchgeführt wird.

Häufige Angriffszenarien und typische Gegenmaßnahmen werden anhand einer typischen IoT-Systemarchitektur aufgezeigt.

Referent: Michael Schnelle | Mixed Mode

Michael Schnelle besitzt einen Abschluss als Master in Software-Engineering. Mittlerweile verfügt er über mehrere Jahre Entwicklungserfahrung mit den Schwerpunkten (Web-)Applikationsentwicklung und „Security“ in unterschiedlichen Schattierungen. Unter anderem führte er dabei Risikoanalysen durch, entwickelte Lösungen zur Abwehr schadhafter Anfragen auf eine Socialmedia-Plattform, für ein hochsicheres Signalisierungssystems für Notrufeinheiten, sowie zur Generierung einer sicheren Linux/ Debian-Distribution. Er ist aktiver „Expert Sessions“ Referent und präsentierte bereits mehrfach an der Hochschule und im Rahmen von Förderungsprojekten.

Referent: Peter Siwon | MicroConsult

Dipl. Ing. Peter Siwon ist Business Development Manager bei MicroConsult, der Schulungsspezialist für embedded Systeme, und hat die Embedded Welt in über 25 Jahren aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. In dieser Rolle und auch als Programmverantwortlicher des Embedded Software Engineering Kongresses beobachtet er seit Jahren die IoT-Szene sehr genau. Seine Beiträge zu Fachkongressen werden regelmäßig mit Bestnoten bewertet. Außerdem ist er als Lehrbeauftragter für verschiedene Hochschulen und als Buch- und Kolumnenautor aktiv.

12:20 Uhr
Mittagspause + Ausstellung
13:30 Uhr
Semantische Interoperabilität - wie klassische Automatisierung mit Industrie 4.0 zusammenspielen kann. mehr
Im Fokus steht zuerst einmal eine Begriffsklärung. Das Stichwort „Semantische Interoperabilität steht dabei im Mittelpunkt. Außerdem sollte betrachtet werden, was die neuen Kommunikationstechniken wirklich leisten können. Wichtig hier ist die Entkopplung von Sender und Empfänger. Neben IOT sollte dabei auch das Thema OPC UA und dessen Weiterentwicklung angerissen werden.
Referent: Robert Schachner | RST Automation

Dipl.-Ing. Robert Schachner bewegt sich im Embedded-Markt seit 1985. Schon von Beginn an beschäftigt er sich mit der Abstraktion von Embedded-Systemen durch Datenmodelle. Bis heute konnte er mit seinem Team die Effektivität von Datenmodellen in mehr als 250 verschiedenen Projekten nachweisen. Herr Schachner ist Geschäftsführer der RST Industrie Automation GmbH und technischer Vorstand von Embedded4You. Ehrenamtlich arbeitet er im Ausschuss der VDI/VDE GMA2657 Middleware in der Automatisierung.

14:10 Uhr
Das industrielle IoT - eine Testbett-Perspektive mehr
The Industrial Internet Consortium (IIC) is the open membership, international not-for-profit consortium that is setting the architectural framework and direction for the Industrial Internet. Founded by AT&T, Cisco, GE, IBM and Intel in March 2014, the consortium’s mission is to coordinate vast ecosystem initiatives to connect and integrate objects with people, processes and data using common architectures, interoperability and open standards. In order to sustainably test and implement new technologies and applications as well as new products, new services and new processes within the industrial internet, one major focus of the IIC aree tesbeds. Since the end of 2015 also the first regional IIC team, the IIC German Country Team was established, which is focussing on the unique needs of the German members and German SMEs.
Referent: Sandra Haltmayer | Steinbeis-Transfertentrum Industrie und IIC German Country Team

Sandra Haltmayer is Project Manager at the Ferdinand-Steinbeis-Institut and the Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer. Furtehermore she is Deputy Director of the Steinbeis Transfer Center Innovationsforum Industrie, which is running the IIC German Country Team.

14:50 Uhr
Kaffeepause + Ausstellung
15:30 Uhr
Entwicklung vernetzter serviceorientierter Maschinensteuerungen mit OPC UA und IEC 61499 mehr
Die Prozesskommunikation hat in der Industrie 4.0 bei der Vernetzung von Geräten zueinander oder mit überlagerten Systemen, eine zentrale Bedeutung. Mit dem Kommunikationsstandard OPC UA wurde eine Technologie definiert die diese Anforderungen erfüllen.

Im Rahmen dieses Vortrags wird gezeigt wie sich die Kommunikationsschnittstelle von Steuerungen in IEC 61499 modellieren lassen. Durch den Einsatz von IEC 61499 ist es möglich Kommunikationsnachrichten synchron im Steuerungsprogramm zu verarbeiten. Dadurch entfällt eine aufwändige separate Kommunikationskonfiguration. Der Aufwand für die Integration von Industrie 4.0 Kommunikation in Steuerungen wird dadurch maßgeblich reduziert.

Im Rahmen des OpenSource Eclipse-IoT Projektes 4diac wird eine Referenzimplementierung für Industrie 4.0 Kommunikationsmechanismen für eigene Experimente und Anwendungen bereitgestellt.

Referent: Alois Zoitl | fortiss.org

Alois Zoitl promovierte an der Technischen Universität Wien zum Thema dynamische Rekonfiguration von Echtzeit-beschränkten Steuerungsanwendungen. Zurzeit ist er Leiter des Forschungsbereichs Industrieautomatisierung am Forschungsinstitut fortiss in München. Davor war er Leiter des Forschungsfelds für verteilte intelligente Automatisierungssysteme (Odo Struger Labor) am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der Technischen Universität Wien. Die Forschungsarbeiten von Alois Zoitl befassen sich mit der Erhöhung von Flexibilität und Adaptivität sowie der Reduktion des Entwicklungsaufwands von Produktionsanlagen unter Anwendung der IEC 61499. Er lehrt und berät Firmen seit mehr als zehn Jahren und hat 2 Bücher zu dieser Thematik verfasst. Des Weiteren ist er Mitautor von mehr als 100 Artikeln und Miterfinder von 4 Patenten. Dr. Zoitl ist Gründungsmitglied der Open-Source-Projekte 4DIAC und OpENer. Zusätzlich ist er in der Standardisierung bei der IEC SC65B/WG15 als Leiter der Arbeitsgruppe für IEC 61499, sowie in der GMA tätig.

16:10 Uhr
IoT, Industrie 4.0 und Business Intelligence in der Praxis mehr
IoT oder auch Industrie 4.0 – das klingt im ersten Moment nach Datenflut. Das Nutzenpotenzial dieser Informationen ist hoch, wenn sie zentral zusammengeführt und analysiert werden. Doch die Auswertung ist auch nicht einfach – viel wird verlangt, wenn man Daten aus so vielen Systemen und in so vielen Formaten auswerten will. Viele Unternehmen setzen dabei auf BI-Lösungen. Sie versprechen viel – doch können sie es auch halten?
Die meisten Hürden tauchen erst während der Implementierung auf – fehlende Interoperabilität eines Systems, Mängel in der Anbindung anderer Systeme oder ganz einfach schlechte Signalverfügbarkeit. Gelöst werden kann so etwas nur im engen Zusammenspiel von Kunden, BI-Hersteller und dem Berater vor Ort.
  • Problem Integration: riesige Datenvolumina müssen in komplexen Datenmodellen mit Bezug zu den Geschäftsprozessen ausgewertet werden. Hier scheitern Modellierungen mit vordefinierten Strukturen und assoziative Lösungen kommen zum Zug. Es geht darum, Daten zu verbinden und diese assoziativen Verbindungen in-memory zu speichern, damit Analysen schnell adhoc erstellt werden können. Logischerweise muss dann auch noch die Darstellungsform passen.
  • Problem Echtzeit: Industrie 4.0 und IoT leben von schneller Reaktionsfähigkeit. Und das heißt Datenauswertung in Echtzeit für einen schnellen Einblick in den Status quo und sofortige Alerts bei Grenzwertüberschreitungen. Letztlich heißt das auch, dass im BI-System Messwerte geprüft, Zusammenhänge analysiert und Entscheidungsbäume hinterlegt werden müssen.
  • Problem Mobilität: Natürlich will man die Auswertungen gleich vor Ort sehen. Hier braucht es der Situation angepasste Lösungen – wie RFID Chips oder iBeacons.

Referent: Jens Siebertz | Inform BI

Jens Siebertz, Head of INFORM BI, ist Experte für die Auswertung von Daten im Zusammenhang mit IoT und Industrie 4.0. Als Expertise Partner des BI-Anbieters Qlik ist INFORM für die Entwicklung und Umsetzung von Business Intelligence-Konzepten verantwortlich. Siebertz ist als Betriebswirtschaftler und Diplomkaufmann seit 2003 in verschiedenen Positionen bei dem Softwarehersteller INFORM GmbH tätig – immer aber mit Spezialisierung auf Business Intelligence, so dass er die Herausforderungen von Unternehmen aus erster Hand kennt. Zuvor war Siebertz Berater bei T-Systems.

16:50 Uhr
Ende der Vorträge und Ausstellung

Aussteller 2016