Programm 2018

Werfen Sie einen Blick auf das Vortragsprogramm des IoT Kongress am 23./24.Oktober 2018 in Nürnberg.

Dienstag, 23. Oktober 2018

10:00 Uhr
Vorhandene sichere IT-Infrastruktruen für IoT nutzen mehr
Ich betrachte IIoT eher aus der Sicht des IT-Leiters eines größeren
Institutes, und tendiere zur Nutzung vorhandener, sicherer Infrastrukturen.
So ist es bereits jetzt möglich, IIoT im innerbetrieblichen Feld mit den
gleichen Werkzeugen und Betriebssystemen zu betreiben wie die
Linux-Rechenzentren, unterstützt von der IT-Abteilung, mit direkter
Anbindung
an die Big-Data-Anwendungen der wissenschaftlichen Abteilungen.

Letztlich ist das Edge-Computing, durchstrukturiert wie eine professionelle
Cloud.
Referent: Peter Moster | KIT Karlsruhe
10:50 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr
Wie 12 Byte ein Industrieunternehmen verändern kann mehr
Sigfox kann nicht viele Daten senden. Aber bis zu 140 x 12 Byte pro Tag von überall und über Jahre und Jahrzehnte hinweg können die Art und Weise, wie Industrieunternehmen agieren, massiv verändern.
1. Lokalisierung: Sie wissen jetzt jederzeit  genau, wo sich ihre Geräte/Produkte/Komponenten befinden.
    Unternehmen können besser Marketing und Services zielgenauer ausrichten.
2. Warenfluss kennen: Supply Chains bei Just in Time/Sequence optimieren
3. Überwachung: Bis hin zu Blockchaineintragungen von Daten zur Rückverfolgung.
4. Nutzungshäufigkeiten tracken: Big Data sammeln. Pay per Use & Feaurelizenzierung umsetzen.
5. Alarme absetzen: Predictive Maintenance, Asset Überwachung & Inventur...
6. Kanban mit Dasbhuttons: Bestellwesen/Nachbevorratung einfacher organisieren.

Referent: Aurelius Wosylus | Sigfox

Seit März 2016 leitet Aurelius Wosylus die deutsche Depondanz des französischen IoT-Netzwerk Providers SIGFOX. Zuvor war Aurelius als Direktor bei Gemalto für die Geschäftsentwicklung der Embedded-Märkte sowie das IoT zuständig. In seiner 18-jährigen Erfahrung im Embedded / IoT-Markt arbeitete er für mehrere multinationale Unternehmen, wie AMD, Lattice Semiconductor und STMicroelectronics. Zudem war er Eigentümer und Geschäftsführer von Mycon Technologies.

11:50 Uhr
Sichere Bauteile in der gesamten Lieferkette für IoT-Applikationen
Referent: Karin Lautenschlager | Data IO
12:25 Uhr
NB-IoT- Wofür sich die neue Low-Power-Funktechnik eignet mehr
Mit Narrow Band IoT, auch als LTE Cat-NB1 bezeichnet wird 2017 von den großen Telekommunikationsanbietern eine Konkurrenztechnologie zu LoRa, SigFox oder Weightless P auf den Markt gebracht.
mm1 Technology hat bereits umfangreiche Praxis-Tests vornehmen können und ordnet die Technologie sowohl innerhalb der Kategorie LPWAN als auch generell im Kontext Funkvernetzung ein. Dabei werden sowohl betriebswirtschaftliche wie technische Aspekte berücksichtigt.
Referent: Lyn Matten | mm1
13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Time-Sensitive Networking (TSN) - Datenturbo oder Kostenbremse für das IIot? mehr
Big Data-Anwendungen sollen wichtige Erkenntnisse für die Ausarbeitung und Optimierung von digitalen Geschäftsmodellen liefern, doch sie brauchen in großem Umfang Daten, um daraus Mehrwert für die Unternehmen genererieren zu können. Doch in der Industrie ist dies oft problematisch, da die heutigen hierarchischen Automatisierungsstrukturen nicht geeignet sind, Sensordaten effizient in die Cloud zu übertragen. Doch auch eine parallele Vernetzung für IIoT-Anwendungen ist keine Antwort, da sie viel zu teuer in Installation und Betrieb kommt. Eine Lösung hingegen kann die Verwendung von Time Sensitive Networks (TSN) aufzeigen. Durch den Einsatz von TSN entsteht letztlich eine einheitliche Kommunikations-Infrastruktur, die sowohl für horizontale M2M- als auch vertikale Sensor-2-Cloud-Kommunikation geeignet ist, mit einheitlichen Security-Maßnahmen und abgestuften Quality-of-Service-Levels.
Referent: Markus Weinländer | Siemens

Markus Weinländer leitet das Produktmanagement für SIMATIC Net bei der Siemens AG, Division Process Industries and Drives, und verantwortet die Digitalisierungsstrategie in seinem Business Segment. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen im Konzern tätig, unter anderem als Director Marketing für das konzernweite Technologie-Marketing zu RFID sowie als Projektleiter in der Software-Entwicklung. Zudem unterrichtet er im Master-Programm „Sales & Marketing“ der Hochschule Wismar. Herr Weinländer ist Associate Engineer in Computer Science und studierte Betriebswirtschaft mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.). Aktuelle Publikationen: - Industrielle Kommunikation: Basistechnologie für die Digitalisierung der Industrie. Beuth/VDE: Berlin 2017 - mit Beatrice Ermer: Internationales Marketing. Publicis: Erlangen 2017

14:45 Uhr
Hochsicherer IoT Device Update nutzt Root of Trust mehr
Ein sinnvolles Konzept zur IT-Sicherheit mit einem hochentwickelten OTA Device Update ist ein wichtiger Teil des Fundaments für jede IoT-Applikation. Aufgrund der heute üblichen Komplexität können Sicherheitslücken nicht ausgeschlossen werden. Diese müssen folglich im Produktlebenszyklus korrigiert werden und Patches auf alle Devices eingespielt werden.
Jedoch sind diese Patches gleichzeitig ein verlockender Angriffsvektor. Gelingt es einem Angreifer sie zu manipulieren, kann Schadcode eingeschleust werden. Ausgehend von dieser Problemstellung werden innovative Secure Device Update-Konzepte benötigt.
Im Beitrag wird eine neuentwickelte Lösung für den hochsicheren IoT Device Update vorgestellt. Um die angesprochenen Manipulationen zu verhindern, kommen digitalen Signaturen zum Einsatz. Jedes Update wird vom Hersteller des IoT-Device in einer gesicherten Umgebung signiert. Danach kann das Update diese Umgebung verlassen und über Update-Server im Internet an die IoT-Devices verteilt werden, wo sie nur nach erfolgreicher Signaturprüfung installiert werden. Folglich sind Manipulation nach der Signaturerstellung ausschließbar, selbst wenn ein Update-Server von einem Angreifer übernommen wurde.

Referent: Jürgen Fitschen | SSV Software
15:30 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
16:00 Uhr
IoT-Sicherheit im Post-Quantenzeitalter mehr
Zwischen 2025 und 2030 dürfte es so weit sein: Quantencomputer werden die Welt der asymmetrischen Verschlüsselung aus den Fugen heben – und damit auch die zahlreichen Sicherheitslösungen, die auf diesem Prinzip aufgebaut sind. Wie wird sich das auf immer komplexer vernetzte Infrastrukturen (IoT) auswirken? Lassen sich sensible Daten dann überhaupt noch ausreichend – und DSGVO-konform – absichern? Der Referent gibt Antworten auf diese Fragen. Zudem zeigt er auf, wie sich Unternehmen vorbereiten können und warum sie bereits jetzt darüber nachdenken sollten.
Eckpunkte des Vortrags:
• Was bedeutet Quantum Computing für die Sicherheit im Internet of Things (IoT)?
• Reicht es, die Vorgaben der Standardisierungs-Gremien abzuwarten oder könnte es dann bereits zu spät sein?
• Wie lassen sich langlebige IoT-Komponenten und Produkte auf die EU-DSGVO und Post-Quantum-Sicherheit vorbereiten?
Crypto Agility: Wieso der Masterplan Migration, Koexistenz und hybride Systeme vorsehen sollte

Referent: Malte Pollmann  | Utimaco
16:45 Uhr
Ein drahtloses (wireless) IIoT und welche Konnektivitäten es bietet mehr
Der Referent geht unter anderem auf die verschiedenen Techniken für Kabel und kabellose Prozessankuppelungen ein (Bluetooth, WLAN, Sigfox, Lora oder Feldbusse) sowie auf die verschiedenen Internet-Techniken wie 2G bis 4G oder den aktuellen 5G-Standard. Außerdem wird er über Aufgaben von Daten- und Devicemanagement-Portale bei Cloudkopplungen sprechen.
Referent: Thomas Schildknecht | Schildknecht AG
17:30 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages

Mittwoch, 24. Oktober 2018

10:00 Uhr
Referent: N. N. | Fraunhofer IIS
10:50 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr
Methodische Auswahl der applikationsorientierten IoT-Plattform
Referent: Laurenz Kirchner  | mm1
11:50 Uhr
Service-orientierte Architektur für maximale Flexibilität für Steuerungsaufgaben mehr
Service orientierte Architektur (SoA) hat sich auf der Produktionsebene im Gegensatz zur IT noch nicht etabliert. Dies liegt an den besonderen Anforderungen der OT an Echtzeitverhalten und Robustheit der Kommunikation sowie die Einbindung von Feldbussen. Dieser Vortrag behandelt wie der IEC-61499 Standard genutzt werden kann, um SoA Prinzipien in der Steuerungstechnologie zur verwirklichen.
Ein System von intelligenten, vernetzten Geräten kann ohne zentrale Steuerung programmiert werde.  Vernetzte Geräten sind in diesem Zusammenhang: intelligente Antriebe, smart Sensorik, open Platform SPS, mechatronischen Einheiten oder allgemein verteilte embedded Geräte.
SoA Prinzipien werden durch die Verwendung des Konzepts von in sich gekapselten Apps und IEC-61499-basierten Funktionsblöcken verwirklicht. Apps und Funktionsblöcke können beliebig auf die dezentralen Prozessoren verteilte werden. Dies führt zu einer außergewöhnlich hohen Widerverwendbarkeit von Code und eignet sich bestens für den Einsatz im Fog Computing.
Referent: Dr. Jürgen Seyler | Automation of Things Europe
12:25 Uhr
Der Weg von der SPS-Steuerung zu IoT-Architekturen mit Predictive Maintenance, Big Data und Machine Learning mehr
IoT Technologien werden mittlerweile aktiv in Produktionsanlagen integriert.
Frei nach dem Motto „Best Practice“ wird gezeigt, wie aus einer bereits vorhandenen Produktionsanlage mit klassischer SPS Technologie eine vollständig digitalisierte Fabrik entsteht.
Nach dem Motto „Never change a running system“ wird gezeigt, wie relevante Produktionsdaten aus unveränderten Steuerungen extrahiert und zur weiteren Verarbeitung in einen „Digitalen Zwilling“ gespiegelt werden. Die Produktion wird weder unterbrochen, noch in irgendeiner Weise gefährdet. Alle weiteren Veränderungen erfolgen dann ab dieser semantischen- und geordneten Zwillingsebene. Hier werden dann Services, IoT Protokolle und Ticketing Systeme aufgesetzt.
So published jetzt ein Service alle bereits vorhandenen reactiven Fehlermeldungen der unterlagerten Steuerung an die verschiedenen Benutzer mit ihren dedizierten Rollen.
Über Daten Logging werden Prozessdaten auf eigens für große Datenmengen spezialisierten Datenbanken gespiegelt. Hier beginnt dann Data Science mit komplexen Analysen und dem sogenannten Machine Learning.
Daraus werden dann Algorithmen entwickelt, die reactive und preventive Maintenance mittelfristig in Predictive Maintenance überführt.
Der Vortrag soll praxisorientiert die einzelnen Technologien im Zusammenspiel zeigen, und so ein tieferes Verständnis für deren Umsetzung vermitteln.
Referent: Robert Schachner | RST Automation

Dipl.-Ing. (FH) Robert Schachner bewegt sich im embedded Markt seit 1985. Schon von Beginn an beschäftigt er sich mit der Abstraktion von embedded Systemen durch Datenmodelle. 1993 gründete Herr Schachner die RST Industrie Automation GmbH in der er seither erfolgreich seine Projekte umsetzen kann. Bis heute konnte er mit seinem Team die Effektivität von Datenmodellen in mehr als 250 verschiedenen Projekten nachweisen. Derzeit ist sein Schwerpunkt die Entwicklung von Maschinen und Produktionsanlagen mit Hilfe von Middleware basierten Technologien. Herr Schachner ist Gründungsmitglied im Verein Embedded4You e.V. und stellt dort derzeit den zweiten Vorstand. Zu seinem Kernthema Middleware hat er sich an der VDI/VDE Richtlinie 2657 „Middleware in der Automatisierungstechnik“ engagiert. Seit Kurzem engagiert er sich auch für den Nachwuchs in dem er an Fachhochschule Rosenheim den Studienkurs „Methoden der Echtzeit Kommunikation in eingebetteten Systemen“ leitet. In letzter Zeit veranstaltet Herr Schachner auch Workshops in denen das Wissen über moderne Maschinen und Produktionsanlagen vermittelt wird.

13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Vmware mehr
EdgeX Foundry ist ein herstellerneutrales Open-Source-Projekt der Linux Foundation, das ein gemeinsames offenes Framework für IoT-Edge-Computing und ein Ökosystem aus interoperablen Plug-and-Play-Komponenten entwickelt, das den Markt vereinheitlicht und den Einsatz von IoT-Lösungen beschleunigt.
Referent: Matthias Schorer | Edge X Foundry
14:45 Uhr
Alles in der Cloud oder alles im Griff - Was ist dran am Realtime Edge Computing? mehr
Begrifflich herrscht Wild-West-Stimmung in der Industrie, jeder beansprucht IoT für sich und überrascht mit neuen Begriffen, die durchs Dorf gejagt werden. Dabei sind es ja zu einem großen Teil Probleme, die schon länger durch Datenverarbeitung gelöst werden können. Dabei werden die bereits ebenso lang bekannten Benefits für den Nutzer erzielt.
Was ist also noch neu am IoT? Das Verarbeiten von Daten kann auch auf einem dezentralen Eingebetteten System erfolgen, was spricht für und was gegen diese Lösung? Und warum dann noch Realtime und wenn schon dann bitte wofür?
Wie smart kann oder muss eine solche Lösung sein, wieviel und welche Intelligenz brauche ich dann am äußeren Ende des Netzwerks, wieviel davor?
Im Vortrag werden Einsatzszenarien und Architekturen gezeigt und es wird versucht, durchs Dorf getriebene Sauen wieder einzufangen.

Referent: Thomas Franke  | Aicas
15:30 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
16:00 Uhr
N.N.
Referent: N. N. | Infineon
16:45 Uhr
Datensicherheit in der Cloud
Referent: Steffen Ochsenreither | Enderess+Hauser
17:30 Uhr
Ende des 2. Veranstaltungstages