Programm 2018

Werfen Sie einen Blick auf das Vortragsprogramm des IoT Kongress am 23./24.Oktober 2018 in Nürnberg.

Dienstag, 23. Oktober 2018

09:00 Uhr
Registrierung
10:00 Uhr
Vorhandene sichere IT-Infrastruktruen für IoT nutzen mehr
Erfolg mit IoT bedeutet eine zunehmende Zahl von Geräten mit Netzwerkzugang und damit größere Verantwortung bei erhöhtem Risiko.
Um flexibel auf veränderliche Anforderungen und Bedrohungen eingehen zu können, braucht es eine sichere Deployment-Strategie.
Für viele dieser Anforderungen hat die IT bereits Lösungen gefunden. Der Vortrag bezieht sich auf Techniken, die vom Rechenzentrum auf das IoT-Umfeld umgesetzt werden können, um die vielfältigen Ziele zu erreichen.
Gleichzeitig werden die Grenzen aufgezeigt, welche das spezielle Umfeld des IoT setzt.
Referent: Peter Moster | KIT Karlsruhe

Geboren 1966; Abitur 1984; Studium der Elektrotechnik mit Vertiefung Digitaltechnik an der Universität Kaiserslautern; 1994 bis 2008 IT-Dienstleister und Berater; Seit 2008 Mitarbeiter des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als IT-Leiter eines größeren wissenschaftlich-technischen Instituts; 2013-2014 Gründung des Fablab Karlsruhe

10:50 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr
Wie 12 Byte ein Industrieunternehmen verändern kann mehr
Sigfox kann nicht viele Daten senden. Aber bis zu 140 x 12 Byte pro Tag von überall und über Jahre und Jahrzehnte hinweg können die Art und Weise, wie Industrieunternehmen agieren, massiv verändern.
1. Lokalisierung: Sie wissen jetzt jederzeit  genau, wo sich ihre Geräte/Produkte/Komponenten befinden.
    Unternehmen können besser Marketing und Services zielgenauer ausrichten.
2. Warenfluss kennen: Supply Chains bei Just in Time/Sequence optimieren
3. Überwachung: Bis hin zu Blockchaineintragungen von Daten zur Rückverfolgung.
4. Nutzungshäufigkeiten tracken: Big Data sammeln. Pay per Use & Feaurelizenzierung umsetzen.
5. Alarme absetzen: Predictive Maintenance, Asset Überwachung & Inventur...
6. Kanban mit Dasbhuttons: Bestellwesen/Nachbevorratung einfacher organisieren.

Referent: Aurelius Wosylus | Sigfox

Seit März 2016 leitet Aurelius Wosylus die deutsche Depondanz des französischen IoT-Netzwerk Providers SIGFOX. Zuvor war Aurelius als Direktor bei Gemalto für die Geschäftsentwicklung der Embedded-Märkte sowie das IoT zuständig. In seiner 18-jährigen Erfahrung im Embedded / IoT-Markt arbeitete er für mehrere multinationale Unternehmen, wie AMD, Lattice Semiconductor und STMicroelectronics. Zudem war er Eigentümer und Geschäftsführer von Mycon Technologies.

11:50 Uhr
Sichere Bauteile in der gesamten Lieferkette für IoT-Applikationen mehr

Der Markt für Internet-of-Things (IoT) Applikationen und vernetzte Automobilelektronik explodiert, OEMs fordern bessere Datensicherheit und Integrität über den ganzen Produktzyklus hinweg. Sie sehen sich zunehmend den Gefahren von Diebstahl, Produktkopien und Hackerangriffen auf ihre Systeme ausgesetzt, wenn vernetzte und IoT-fähige Bauelemente zum Einsatz kommen. Die Risiken für Sicherheitslücken und Datenabgriffen erhöhen sich sogar drastisch, sind Bausteine nicht früh genug im Fertigungsprozess dagegen abgesichert worden. Führende Halbleiterhersteller bieten bereits sichere Bauelementfamilien von authentifizierbaren ICs, Secure Elements und Secure Mikrokontroller an, mit denen OEMs geschützte ‚Roots-of-Trust‘-Methoden und ‚Security Credentials‘ integrieren können. Zu diesen zählen unter anderem die Authentifizierung der Bauelemente, die Erzeugung von Zertifikaten in Verbindung mit generierten Schlüsselpaaren (‚Private‘ und ‚Public Keys‘) sowie die kontrollierte und geschützte Programmierung.

 

Mit SentriX hat Data I/O eine Provisioning-Lösung entwickelt, die als sichere, flexible und kosteneffiziente Programmierumgebung zu verstehen ist. SentriX ermöglicht, innovative Features wie Embedded Identity, Authentifizierung und Firmware-Integrität über ‚Roots-of-Trust‘- Methoden bereits sehr früh in der Produktfertigung zu realisieren. SentriX lässt sich nahtlos in den Programmier- und Handlingautomaten PSV7000 von Data I/O einbinden und sowohl mit entsprechenden Programmiertechnologien als auch smarter Programmiersoftware sowie der Secure Deploy™-Plattform des Kooperationspartners Secure Thingz® kombinieren. Damit reagiert Data I/O auf den Einsatz einer neuen Generation von Halbleitern für 100 Prozent Sicherheit: Kunden können darauf vertrauen, dass ihre Supply Chain und Firmware-Integrität voll geschützt sind.

 

Diese Präsentation diskutiert die “Best Practices” für sichere Systeme jenseits von Design. Sie zeigt Lösungen, wie Firmware bzw. Content von OEMs in der gesamten Lieferkette abgesichert werden kann und Bauelemente 100% sicher produziert beziehungsweise im Feld abgedated werden können.

 

Referent: Stephan Demianiw | Data IO

Stephan Demianiw ist seit 2013 Sales und Channel Manager Europa bei Data I/O GmbH, verantwortlich für den Verkauf von automatischen Programmier- und Provisioning Lösungen für Flash-Speicher, Microcontroller, Secure Elements und Authentification-ICs an die europäische Elektronikfertigungsindustrie. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung im B2B-Verkauf von komplexen High-Tech Lösungen, erworben in verschiedenen Positionen und Verantwortungsbereichen im Vertrieb der Siemens AG und bei CTDI. Herr Demianiw ist Dipl.-Ing. der Elektrotechnik.

12:25 Uhr
NB-IoT- Wofür sich die neue Low-Power-Funktechnik eignet mehr
Mit Narrow Band IoT, auch als LTE Cat-NB1 bezeichnet wird 2017 von den großen Telekommunikationsanbietern eine Konkurrenztechnologie zu LoRa, SigFox oder Weightless P auf den Markt gebracht.
mm1 Technology hat bereits umfangreiche Praxis-Tests vornehmen können und ordnet die Technologie sowohl innerhalb der Kategorie LPWAN als auch generell im Kontext Funkvernetzung ein. Dabei werden sowohl betriebswirtschaftliche wie technische Aspekte berücksichtigt.
Referent: Holger Hutzelmann | mm1
13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Time-Sensitive Networking (TSN) - Datenturbo oder Kostenbremse für das IIot? mehr
Big Data-Anwendungen sollen wichtige Erkenntnisse für die Ausarbeitung und Optimierung von digitalen Geschäftsmodellen liefern, doch sie brauchen in großem Umfang Daten, um daraus Mehrwert für die Unternehmen genererieren zu können. Doch in der Industrie ist dies oft problematisch, da die heutigen hierarchischen Automatisierungsstrukturen nicht geeignet sind, Sensordaten effizient in die Cloud zu übertragen. Doch auch eine parallele Vernetzung für IIoT-Anwendungen ist keine Antwort, da sie viel zu teuer in Installation und Betrieb kommt. Eine Lösung hingegen kann die Verwendung von Time Sensitive Networks (TSN) aufzeigen. Durch den Einsatz von TSN entsteht letztlich eine einheitliche Kommunikations-Infrastruktur, die sowohl für horizontale M2M- als auch vertikale Sensor-2-Cloud-Kommunikation geeignet ist, mit einheitlichen Security-Maßnahmen und abgestuften Quality-of-Service-Levels.
Referent: Markus Weinländer | Siemens

Markus Weinländer leitet das Produktmanagement für SIMATIC Net bei der Siemens AG, Division Process Industries and Drives, und verantwortet die Digitalisierungsstrategie in seinem Business Segment. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen im Konzern tätig, unter anderem als Director Marketing für das konzernweite Technologie-Marketing zu RFID sowie als Projektleiter in der Software-Entwicklung. Zudem unterrichtet er im Master-Programm „Sales & Marketing“ der Hochschule Wismar. Herr Weinländer ist Associate Engineer in Computer Science und studierte Betriebswirtschaft mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.). Aktuelle Publikationen: - Industrielle Kommunikation: Basistechnologie für die Digitalisierung der Industrie. Beuth/VDE: Berlin 2017 - mit Beatrice Ermer: Internationales Marketing. Publicis: Erlangen 2017

14:45 Uhr
Hochsicherer IoT Device Update nutzt Root of Trust mehr
Ein sinnvolles Konzept zur IT-Sicherheit mit einem hochentwickelten OTA Device Update ist ein wichtiger Teil des Fundaments für jede IoT-Applikation. Aufgrund der heute üblichen Komplexität können Sicherheitslücken nicht ausgeschlossen werden. Diese müssen folglich im Produktlebenszyklus korrigiert werden und Patches auf alle Devices eingespielt werden.
Jedoch sind diese Patches gleichzeitig ein verlockender Angriffsvektor. Gelingt es einem Angreifer sie zu manipulieren, kann Schadcode eingeschleust werden. Ausgehend von dieser Problemstellung werden innovative Secure Device Update-Konzepte benötigt.
Im Beitrag wird eine neuentwickelte Lösung für den hochsicheren IoT Device Update vorgestellt. Um die angesprochenen Manipulationen zu verhindern, kommen digitalen Signaturen zum Einsatz. Jedes Update wird vom Hersteller des IoT-Device in einer gesicherten Umgebung signiert. Danach kann das Update diese Umgebung verlassen und über Update-Server im Internet an die IoT-Devices verteilt werden, wo sie nur nach erfolgreicher Signaturprüfung installiert werden. Folglich sind Manipulation nach der Signaturerstellung ausschließbar, selbst wenn ein Update-Server von einem Angreifer übernommen wurde.

Referent: Jürgen Fitschen | SSV Software
15:30 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
16:00 Uhr
IoT-Sicherheit im Post-Quantenzeitalter gewährleisten mehr
Zwischen 2025 und 2030 dürfte es so weit sein: Quantencomputer werden die Welt der asymmetrischen Verschlüsselung aus den Fugen heben – und damit auch die zahlreichen Sicherheitslösungen, die auf diesem Prinzip aufgebaut sind. Wie wird sich das auf immer komplexer vernetzte Infrastrukturen (IoT) auswirken? Lassen sich sensible Daten dann überhaupt noch ausreichend – und DSGVO-konform – absichern? Der Referent gibt Antworten auf diese Fragen. Zudem zeigt er auf, wie sich Unternehmen vorbereiten können und warum sie bereits jetzt darüber nachdenken sollten.
Eckpunkte des Vortrags:
• Was bedeutet Quantum Computing für die Sicherheit im Internet of Things (IoT)?
• Reicht es, die Vorgaben der Standardisierungs-Gremien abzuwarten oder könnte es dann bereits zu spät sein?
• Wie lassen sich langlebige IoT-Komponenten und Produkte auf die EU-DSGVO und Post-Quantum-Sicherheit vorbereiten?
Crypto Agility: Wieso der Masterplan Migration, Koexistenz und hybride Systeme vorsehen sollte

Referent: Malte Pollmann  | Utimaco

Malte Pollmann ist seit 2008 Mitglied des Management Boards von Utimaco und seit 2011 CEO. Zuvor war er Product Director und Geschäftsbereichsleiter bei Lycos Europe NV (Bertelsmann). Neben einem Master Abschluss in Physik an den Universitäten Paderborn und Kaiserslautern hat Malte Pollmann eine Ausbildung in General Management bei INSEAD in Fontainebleau genossen. Parallel zu seiner Arbeit bei Utimaco ist er auch im Aufsichtsrat der „International School of IT-Security“ isits AG, Bochum.

16:45 Uhr
Einsatz von Wireless Technologien im Internet-der-Dinge – Einsatzmöglichkeiten & Praktische Erfahrungen mehr

Der Vortrag beschreibt wireless Technologien für das Internet-der –Dinge und gibt einen Überblick über Möglichkeiten , Limits, praktische Erfahrungen um Daten von den  „Things“ über Bluetooth,WLAN, Sigfox, LoRA, 2G-4G Mobilfunk, in die Cloud zu übertragen.

 

Referent: Thomas Schildknecht | Schildknecht AG

- Geboren 27.7.1956 in Ludwigsburg - 1975 Hochschulreife - 1976 -1980 Studium Elektrotechnik / Nachrichtentechnik an der Fachhochschule Dieburg, Abschluss: Diplomingenieur Nachrichtentechnik - 1981 Gründung Ingenieurbüro für Hard- und Softwareentwicklung, freiberufliche Tätigkeit - Januar 2009 Gründung Schildknecht AG - Juli 2009 Verschmelzung freiberufliche Tätigkeit mit der AG - Seit 2009 Vorstand Schildknecht AG, zuständig für Technologie und Vertrieb - Seit 2017 Vorstand & CTO Diplom Ingenieur Thomas Schildknecht startete mit einer freiberuflichen Tätigkeit für Hard – und Software Entwicklung, gleich nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der Elektrotechnik, im Jahre 1981.Im Jahr 2009 wurde die Schildknecht AG von Thomas Schildknecht gegründet und später mit der freiberuflichen Tätigkeit verschmolzen. Thomas Schildknecht hält 100% der Aktien.Seit Unternehmensgründung entwickelt und vermarktet die Schildknecht AG Datenfunksysteme speziell für die Automatisierungstechnik. Bisher wurden mehrere Tausend Industrieprojekte mit echtzeitfähigen Datenfunksystemen weltweit erfolgreich realisiert und bewähren sich täglich im Produktionseinsatz.Produkte der Schildknecht AG wurden zuletzt 2013 unter die Top 5 des Hermes Awards nominiert (Industriepreis der Hannover Messe für die innovativsten Produkte der Messe).Thomas Schildknecht ist als Vorstand für Produkt -und Technologieentwicklung tätig und unterstützt als Consultant Firmen bei der Umsetzung von IoT (Internet of Things). Seit dem Jahr 2000 ist er im GMA Fachausschuss 5.21 „ Wireless Automation“ tätig und Mitautor der VDI Richtlinie 2185 Blatt2 „Koexistenz von industriellen Funkanwendungen“ und VDI 2185 Blatt 4: „PerformancebewertungenI“. Als Autor verfasst Thomas Schildknecht seit Jahren Fachbeiträge und hält Vorträge zum Thema Funkanwendungen im industriellen Einsatz. Funkanwendungen gelten als elementaren Baustein im Kontext um die Zukunftsvision „Industrielle Revolution 4.0I“.

17:30 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
18:00 Uhr
Beginn der Abendveranstaltung im Design Offices Nürnberg

Mittwoch, 24. Oktober 2018

09:00 Uhr
Registrierung
10:00 Uhr
Künstliche Intelligenz – Hintergründe, Techniken und Vorgehensweisen mehr
Durch Deep Learning und Frameworks wie TensorFlow ist KI so prominent und attraktiv wie nie zuvor. Google und Co. erkennen und beschreiben Bilder, erlauben Sprachsteuerung und übersetzen in verschiedenste Sprachen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Alles voll automatisiert versteht sich. Allerdings ist KI nicht nur Deep Learning und eine Anwendung nicht nur im Unterhaltungsbereich und bei großen Konzernen sinnvoll und möglich.
Dieser Vortrag befasst sich mit unterschiedlichen Feldern und Ausbaustufen von KI und gibt einen kurzen Einblick in einzelne Techniken. Was steckt hinter den Buzzwords und was ist wann sinnvoll? Dabei entscheiden gerade die Daten darüber, was möglich ist.

Referent: Jan Paulus | ASTRUM IT

Dr. Jan Paulus promovierte am Lehrstuhl für Mustererkennung bzw. am später daraus herausgelösten Machine Learning and Data Analytics Lab der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und bearbeitete dabei verschiedene Projekte im Bereich der automatischen Bild- und Signalverarbeitung sowie der Psychometrie. Bei ASTRUM IT leitete Jan Paulus zunächst Entwicklungsprojekte u.a. mit Schwerpunkten im maschinellen Lernen und der Bildverarbeitung, bevor er sich auf Beratungsprojekte und Schulungs-Workshops zum Thema maschinelles Lernen, Bildverarbeitung und Computer Vision spezialisierte.

Referent: Matthias Weidler | ASTRUM IT

Matthias Weidler forschte nach seinem Studium am Lehrstuhl für Mustererkennung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit der Siemens Healthcare GmbH und steht derzeit kurz vor dem Abschluss seiner Promotion. Für ASTRUM IT arbeitete Matthias Weidler zunächst als Entwickler für Algorithmen mit dem Fokus Bildverarbeitung und maschinelles Lernen. Mittlerweile liegt sein Fokus auf Schulungs-Workshops und Beratungsprojekten mit den Themenschwerpunkten maschinelles Lernen, Bildverarbeitung und Computer Vision.

10:50 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr
Methodische Auswahl der applikationsorientierten IoT-Plattform
Referent: Laurenz Kirchner  | mm1

Laurenz Kirchner steht als geschäftsführender Partner bei mm1 für Innovation und Produktentwicklung als Beratungsschwerpunkt. Er verantwortet die Future of Communications Practice sowie die IoT Practice von mm1 und fungiert gleichzeitig als Geschäftsführer der mm1 Technology GmbH. Als ausgebildeter Architekt, MBA und erfahrener Top Management Berater (u.a. 8 Jahre McKinsey) vereint er in seiner Beratungsarbeit kreative Problemlösung mit einem guten Urteilsvermögen für unternehmerische Fragestellungen und die Herausforderungen der digitalen Transformation. Mit tiefer Branchenkenntnis in der High Tech- und Telekommunikationsindustrie hilft Laurenz Kirchner seinen Klienten, zum Connected Business Champion zu werden.

11:50 Uhr
Service-orientierte Architektur für maximale Flexibilität für Steuerungsaufgaben mehr
Service orientierte Architektur (SoA) hat sich auf der Produktionsebene im Gegensatz zur IT noch nicht etabliert. Dies liegt an den besonderen Anforderungen der OT an Echtzeitverhalten und Robustheit der Kommunikation sowie die Einbindung von Feldbussen. Dieser Vortrag behandelt wie der IEC-61499 Standard genutzt werden kann, um SoA Prinzipien in der Steuerungstechnologie zur verwirklichen.
Ein System von intelligenten, vernetzten Geräten kann ohne zentrale Steuerung programmiert werde.  Vernetzte Geräten sind in diesem Zusammenhang: intelligente Antriebe, smart Sensorik, open Platform SPS, mechatronischen Einheiten oder allgemein verteilte embedded Geräte.
SoA Prinzipien werden durch die Verwendung des Konzepts von in sich gekapselten Apps und IEC-61499-basierten Funktionsblöcken verwirklicht. Apps und Funktionsblöcke können beliebig auf die dezentralen Prozessoren verteilte werden. Dies führt zu einer außergewöhnlich hohen Widerverwendbarkeit von Code und eignet sich bestens für den Einsatz im Fog Computing.
Referent: Dr. Jürgen Seyler | Automation of Things Europe

Dr. Jürgen Seyler ist Gründer und Geschäftsführer der Automation of Things Europe GmbH (AoT) mit Sitz in Albstadt. Automation of Things Europe ist der Nachfolger der von Dr. Seyler in USA gegründeten Automation of Things, LLC, die das FourZero® Programmiersystem für dezentrale Automatisierungssysteme und IIoT Applikationen entwickelte. Dr. Seyler gründete die AoT während als Geschäftsführer und Gesellschafter die Firma epis Automation GmbH & Co. KG auf die Herausforderungen von Industrie 4.0 vorbereitete. Er leitete die epis Automation, einen Steuerungshersteller mit dem Schwerpunktmarkt Maschinenbau insgesamt zehn Jahre lang, nachdem er 5 Jahre lang als European Director for eAutomation bei der Firma Advantech, einem weltweit führenden Industrie-PC-Hersteller tätig war. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer ist Dr. Seyler im Beirat des Instituts für Wissensmanagement und Wissenstransfer tätig und unterrichtete an „Unternehmenskonzepte und Digitale Fabrik“ als Lehrbeauftragter an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen.

12:25 Uhr
Der Weg von der SPS-Steuerung zu IoT-Architekturen mit Predictive Maintenance, Big Data und Machine Learning mehr
IoT Technologien werden mittlerweile aktiv in Produktionsanlagen integriert.
Frei nach dem Motto „Best Practice“ wird gezeigt, wie aus einer bereits vorhandenen Produktionsanlage mit klassischer SPS Technologie eine vollständig digitalisierte Fabrik entsteht.
Nach dem Motto „Never change a running system“ wird gezeigt, wie relevante Produktionsdaten aus unveränderten Steuerungen extrahiert und zur weiteren Verarbeitung in einen „Digitalen Zwilling“ gespiegelt werden. Die Produktion wird weder unterbrochen, noch in irgendeiner Weise gefährdet. Alle weiteren Veränderungen erfolgen dann ab dieser semantischen- und geordneten Zwillingsebene. Hier werden dann Services, IoT Protokolle und Ticketing Systeme aufgesetzt.
So published jetzt ein Service alle bereits vorhandenen reactiven Fehlermeldungen der unterlagerten Steuerung an die verschiedenen Benutzer mit ihren dedizierten Rollen.
Über Daten Logging werden Prozessdaten auf eigens für große Datenmengen spezialisierten Datenbanken gespiegelt. Hier beginnt dann Data Science mit komplexen Analysen und dem sogenannten Machine Learning.
Daraus werden dann Algorithmen entwickelt, die reactive und preventive Maintenance mittelfristig in Predictive Maintenance überführt.
Der Vortrag soll praxisorientiert die einzelnen Technologien im Zusammenspiel zeigen, und so ein tieferes Verständnis für deren Umsetzung vermitteln.
Referent: Robert Schachner | RST Automation

Dipl.-Ing. (FH) Robert Schachner bewegt sich im embedded Markt seit 1985. Schon von Beginn an beschäftigt er sich mit der Abstraktion von embedded Systemen durch Datenmodelle. 1993 gründete Herr Schachner die RST Industrie Automation GmbH in der er seither erfolgreich seine Projekte umsetzen kann. Bis heute konnte er mit seinem Team die Effektivität von Datenmodellen in mehr als 250 verschiedenen Projekten nachweisen. Derzeit ist sein Schwerpunkt die Entwicklung von Maschinen und Produktionsanlagen mit Hilfe von Middleware basierten Technologien. Herr Schachner ist Gründungsmitglied im Verein Embedded4You e.V. und stellt dort derzeit den zweiten Vorstand. Zu seinem Kernthema Middleware hat er sich an der VDI/VDE Richtlinie 2657 „Middleware in der Automatisierungstechnik“ engagiert. Seit Kurzem engagiert er sich auch für den Nachwuchs in dem er an Fachhochschule Rosenheim den Studienkurs „Methoden der Echtzeit Kommunikation in eingebetteten Systemen“ leitet. In letzter Zeit veranstaltet Herr Schachner auch Workshops in denen das Wissen über moderne Maschinen und Produktionsanlagen vermittelt wird.

13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
EdgeX Foundry – A Microservice Approach to IoT Edge Computing mehr
Flexibilität und Interoperabilität sind im Bereich IoT die wichtigsten Ziele. Der Mix an Plattformen, Dingen und Applikationen mit denen man sich im IoT Bereich beschäftigen muss, nimmt stetig zu. Wie baut man nun eine Softwareplattform die es ermöglicht die vielen alten und neuen Dinge, sowohl in bestehenden Anlagen als auch neuen Projekten zu harmonisieren? Wie integriert man Sensoren, und verschiedenste Edge Analytics Systeme mit Enterprise Cloud Plattformen wie Azure IoT Hub, Google IoT Core und AWS IoT? Die Lösung ist EdgeX Foundry, eine Open Source IoT Plattform die von der Linux Foundation gehostet wird. In dieser Session lernen Teilnehmer wir EdgeX Foundry funktioniert und wie die Mikroservicearchitecktur hilft folgende Anforderungen zu adressieren:
  • Die Herausforderung der vielen IoT Protokolle (Modbus, BAXnet, BLE, Zigbee, ZWave, MQTT, OPC-UA, etc.) zu meistern
  • Datenkonvertierung zwischen verschiednen Formaten im Shop Floor und Back Office
  • Anforderungsspezifische Edge Analystics und Event Processing
  • Updates und kontinuierliche Verbesserung der IoT Plattform bzw. einzelner Komponenten ohne den Zwang die gesamte Plattform zu erneuern

Referent: Matthias Schorer | Edge X Foundry
14:45 Uhr
Alles in der Cloud oder alles im Griff - Was ist dran am Realtime Edge Computing? mehr
Begrifflich herrscht Wild-West-Stimmung in der Industrie, jeder beansprucht IoT für sich und überrascht mit neuen Begriffen, die durchs Dorf gejagt werden. Dabei sind es ja zu einem großen Teil Probleme, die schon länger durch Datenverarbeitung gelöst werden können. Dabei werden die bereits ebenso lang bekannten Benefits für den Nutzer erzielt.
Was ist also noch neu am IoT? Das Verarbeiten von Daten kann auch auf einem dezentralen Eingebetteten System erfolgen, was spricht für und was gegen diese Lösung? Und warum dann noch Realtime und wenn schon dann bitte wofür?
Wie smart kann oder muss eine solche Lösung sein, wieviel und welche Intelligenz brauche ich dann am äußeren Ende des Netzwerks, wieviel davor?
Im Vortrag werden Einsatzszenarien und Architekturen gezeigt und es wird versucht, durchs Dorf getriebene Sauen wieder einzufangen.

Referent: Thomas Franke  | Aicas
15:30 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
16:00 Uhr
Sensordaten sammeln und auswerten mit wartungsfreien Sensoren für das IoT mehr
Wartungsfreie Sensoren sind die Sinnesorgane für hoch effiziente IoT-Anwendungen. Gerade für Industrie-Unternehmen sind die Sensor-Rohdaten das Rohöl für die Zukunft. Dank wartungsfreier Energiequellen mithilfe von Energy Harvesting lassen sich die Sensoren autark betreiben. Der Referent zeigt zudem an einem konkreten Beispiel einer Kabelbaumproduktion, wie eine IoT-Anwendung entwickelt wird. Abschließend blickt der Referent noch auf künftige Perspektiven und zeigt verschiedene Funkstandards auf, die sich direkt mit einer Cloud verbinden lassen.
Referent: Andreas Schneider  | EnOcean GmbH
16:45 Uhr
Datensicherheit in der Cloud mehr
IIoT-Angebote in der Prozessautomation werfen bei vielen Anwendern Fragen auf. Aufgrund von Medienberichten über Datenleaks oder Sicherheitsproblemen bei Software-Paketen steigt die Verunsicherung bei den Anwendern. Obwohl Cloud-Dienste in der Prozessautomation einen unschätzbaren Wert darstellen können, bestehen hier nach wie vor Unsicherheiten und auch Angst, zum Beispiel vor dem „Reverse Engineering“ von Prozessen auf Basis von Daten aus der Cloud.
Als Anbieter von cloudbasierten Lösungen ist es somit neben der sicheren Übertragung und Speicherung von Daten mindestens genauso wichtig, sich auch dem Thema Datenschutz anzunehmen. Wem gehören die Daten? Was passiert mit den übertragenen Daten? Sind die Daten sicher und wer hat Zugriff darauf? Was geschieht, wenn das Angebot gekündigt wird?
Darüber hinaus muss der ideale Cloud-Anbieter zunächst identifiziert werden: Cloud-Dienste werden oft in sehr komplexen Konstellationen standortunabhängig von Benutzer oder Anbieter erbracht. Um hier z. B. Datensouveränität garantieren zu können, kann es von Bedeutung sein, ob ein im Land des Nutzers angebotener Dienst bestimmte Einrichtungen oder Leistungen (z. B. Rechen- oder Speicherkapazität) aus einem anderen Land bezieht, wodurch eventuell andere Datenschutz- oder Steuerregelungen gelten.
Ein unabhängiger Zertifizierungsprozess kann hier dem Anwender die notwendige Sicherheit bieten. Dabei ist es wichtig, die Themen Software Cloud Services (SaaS), Infrastructure (IaaS) sowie Platform (PaaS) unabhängig voneinander und im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit zu überprüfen.
Eine erfolgreiche Zertifizierung bewertet Cloud-Dienste anhand eines klar definierten und transparenten Kriterienkatalogs. Das Ergebnis dieses Auditprozesses zeigt den Reifegrad und die Compliance des spezifischen Dienstes. Der Zertifizierungsprozess basiert auf einem Best-Practice-Modell und beantwortet die fundamentalen Fragen, die Entscheidungsträger häufig bei der Suche nach einem Cloud-Anbieter haben. Im Gegensatz zu reinen Sicherheits- oder Datenschutzaudits sollte die Zertifizierung das gesamte Funktionsspektrum von Cloud-Diensten abdecken.
Zusammenfassung: Der Vortrag beschäftigt sich mit den möglichen Maßnahmen, die ein Anbieter von Cloud-Lösungen in der Prozessautomation durchführen kann, um Datensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten. Weiterhin wird aufgezeigt, wie wichtig eine unabhängige Zertifizierung ist, um beim Anwender Vertrauen in die Cloud-Lösung aufzubauen.
Referent: Thomas Schmidt  | Endress+Hauser

Thomas Schmidt ist Projektleiter bei Endress+Hauser Process Solutions AG, Schweiz. Er ist verantwortlich für die Durchführung und Zertifizierung der IIoT Dienste im Rahmen des Star Audit und Product Owner für ein Produkt im IIoT Bereich zur Wasseranalyse. Die Endress+Hauser Process Solutions AG ist für den Geschäftsbereich Industrie 4.0 / Industrial Internet of Things (IIoT) innerhalb der Endress+Hauser Gruppe zuständig.

17:30 Uhr
Ende des 2. Veranstaltungstages

Aussteller 2018